Gymnasium Stadtlohn wird saniert und fit gemacht fürs digitale Zeitalter

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Sanierungsarbeiten waren sowieso geplant für das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Weil nun Zuschüsse aus dem Digitalpaket Schule genutzt werden können, fällt das Sanierungspaket größer aus.

Stadtlohn

, 12.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine knappe halbe Million Euro investiert die Stadt Stadtlohn in die Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Die A- und C-Gebäude sind in die Jahre gekommen, mit ihnen Heizungsrohre, Sanitärleitungen, Beleuchtung, Ausstattung und Elektroinstallationen. Da gibt es einiges zu tun, und darüber hinaus, so teilte Petra Nordkamp vom Stadtlohner Bauamt in der jüngsten Bauausschusssitzung mit, sei für die die Digitalisierung eine Neuverkabelung für die Netzwerktechnik notwendig.

Schule soll noch fitter gemacht werden für digitale Zukunft

Die Schule soll also noch fitter gemacht werden für die digitale Zukunft. Im A- und C-Gebäude, aber auch im neueren F-Gebäude seien Verkabelungen notwendig, um die Räume zum Beispiel mit digitalen Tafeln ausrüsten zu können. Also sollten die ohnehin geplanten Sanierungsarbeiten mit den Modernisierungsarbeiten für die digitale Infrastruktur des Gymnasiums verbunden werden, schlug die Stadtverwaltung vor.

Einer der alten Klassenräume im Geschwister-Scholl-Gymnasium Stadtlohn – auch hier wird bald digitale Moderne einziehen.

Einer der alten Klassenräume im Geschwister-Scholl-Gymnasium Stadtlohn – auch hier wird bald digitale Moderne einziehen. © Markus Gehring

Mit den 150.000 Euro, die dafür außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden sollten, beläuft sich die Gesamtsumme der geplanten Ausgaben auf 490.000 Euro. Die gute Nachricht aber: Für die Verkabelung gibt es Fördergelder aus dem Digitalpakt Schule des Landes NRW. Der Ausschuss stimmte der überplanmäßigen Ausgabe schließlich zu.

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So sollen die bislang nicht sanierten drei Kursräume im Gebäude A saniert werden. Die Fachräume im C-Gebäude bekommen auch neues Mobiliar, die fest installierten Tische verschwinden, wie Petra Nordkamp auf Nachfrage sagte. Das A-Gebäude und das C-Gebäude stammen aus den Jahren 1964 bzw. 1969. Als das Gymnasium gegründet wurde und die Owweringschule zur Klosterstraße verlegt wurde, wurden die Bestandsgebäude in dem jeweiligen Bauzustand belassen. Sanierungen gab es dort nur im Dach- und Fensterbereich sowie an der Heizungsanlage.

Boden im Keller des A-Gebäudes ist undicht

Aber dies ist nicht die einzige Sanierungsmaßnahme, die ansteht im Geschwister-Scholl-Gymnasium. Um die Karnevalszeit herum war es plötzlich nass auf dem Boden: Im Gebäude A, Baujahr 1964, musste der Keller geräumt werden. „Der Boden war, wie es damals üblich war, nicht richtig abgedichtet worden“, erklärt Petra Nordkamp vom Stadtlohner Bauamt im Gespräch mit der Redaktion.

Aus den 1960er-Jahren stammt dieser Gebäudeteil des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Aus den 1960er-Jahren stammt dieser Gebäudeteil des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. © Markus Gehring

Die Räume waren nicht mehr nutzbar und wurden bis auf die Türzargen entkernt. Trockenbauelemente, Teppich und Co wurden herausgerissen. Die Bodenplatte und die Rohrdurchführungen müssen neu abgedichtet werden. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern kein kleines Projekt. „Wir haben einen Gutachter beauftragt, der ein Sanierungskonzept erstellt“, sagte Petra Nordkamp. Das liege noch nicht schriftlich vor, so dass sie zu den zu erwartenden Kosten noch nichts sagen könne.

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