Häuslebauer können Anfang 2020 endlich in Wenningfeld loslegen

mlzNeue Baugrundstücke

In Jürgen Wörmers Stimme schwang Ungeduld mit. „Wann wird endlich das Baugebiet in Wenningfeld erschlossen?“, wollte der UWG-Ratsherr jüngst im Rat wissen. „Bald“, verspricht die Verwaltung.

Stadtlohn

, 15.05.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Motorsäge hat in Wenningfeld schon ganze Arbeit geleistet. Noch vor dem Beginn der Vegetationsperiode ist auf dem über 10.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Heideweg, Ostlandring und Eichendorffstraße der lichte Baumbestand aus Eichen, Buchen und Birken schon gefällt worden. Das Hinterlandareal erwacht aus seinem Dornröschenschlaf.

Dieses Mal wird es ernst. 18 Baugrundstücke sollen nach den aktualisierten Planungen auf dem Areal entstehen, 10 davon auf städtischem Grund.

Lange Planungsgeschichte

Die ersten Planungen für eine Bebauung des Hinterlandareals reichen schon mehr als vier Jahrzehnte zurück. 2009 kamen sie erneut auf den Tisch, als ein Vorhabenträger einen Antrag auf Erschließung stellte. Das Verfahren wurde am Ende aber nicht weiterverfolgt. Zwischenzeitlich konnte die Stadt selbst einen Großteil der Flächen erwerben. In die Planungen kam neuer Schwung. Doch nach der ersten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs gab es noch Änderungsbedarf.

Bebauungsplanentwurf liegt noch eine Woche lang öffentlich aus

„Die Grundstücke sollten doch eigentlich schon 2018 baureif sein. Jetzt sollte die Erschließung schnellstmöglich umgesetzt werden“, drängte Jürgen Wörmer (UWG) in der jüngsten Ratssitzung. „Wird sie auch“, versprach Mathias Pennekamp als zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus. Er nennt einen klaren Fahrplan: Noch bis zum 21. Mai liegt der Plan erneut zur öffentlichen Einsichtnahme aus.

Die Planunterlagen sind auch auf der Internetseite der Stadt Stadtlohn zu finden. Wenn der Rat in diesem Sommer den Bebauungsplan verabschiedet, dann können die Erschließungsarbeiten im Herbst beginnen. Häuslebauer könnten dann voraussichtlich Anfang 2020 loslegen.

Die Verzögerung erklärt Günter Wewers als Sprecher der Stadt mit zwischenzeitlich notwendig gewordenen Umplanungen: „Die im Bebauungsplan festgelegte Straßentrasse befand sich aber damals noch teilweise in Privatbesitz und konnte nicht erworben werden. Daher wurde der Bebauungsplan jetzt so umgeplant, dass die Straße über den Grund und Boden der Stadt Stadtlohn verläuft.“

Außerdem, so Wewers weiter, sei durch Gespräche mit Anliegern deutlich geworden, dass diese eine Möglichkeit zur Nachverdichtung in den heutigen Gärten wünschen. Das wurde bei der Straßenführung ebenfalls berücksichtigt.

Verkaufspreis für die Baugrundstücke steht noch nicht fest

Gibt es schon eine Warteliste für die zehn entstehenden städtischen Wohnbaugrundstücke? „Nein, es gibt keine spezielle Warteliste für das Neubaugebiet in Wenningfeld“, sagt Günter Wewers. Die Stadt führe aber eine allgemeine Interessentenliste für neue Wohngebiete. Hier können sich die Interessierten eintragen lassen. Sie werden dann von der Verwaltung angeschrieben, wenn für das nächste Baugebiet die Grundstückszuschnitte feststehen und die Vergabekriterien und der Verkaufspreis politisch beschlossen wurden. Wewers: „Erst wenn dieses Vermarktungsstadium erreicht ist, kann man sich offiziell für die Wohnbaugrundstücke bewerben und nachweisen, dass man die Vergabekriterien erfüllt.“

Die Vergabekriterien selbst sind von der Politik noch nicht beschlossen worden. Daher steht auch nicht fest, ob Wenningfelder bei der Vergabe bevorzugt werden. Auch den Verkaufpreis hat der Rat noch nicht festgelegt.

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