Hannah Redders als Botschafterin

Unterricht in Mexiko

Auch wenn sie zum doppelten Abiturjahrgang gehört: Die kommenden sechs Monate in Mexiko sieht Hannah Redders aus Stadtlohn nicht als bloße Überbrückung an.

STADTLOHN

von von: Thorsten Ohm

, 16.08.2013, 14:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hannah Redders geht für sechs Monate nach Mexiko.

Hannah Redders geht für sechs Monate nach Mexiko.

Jetzt hofft sie darauf, viele engagierte Schüler anzutreffen. Hannah Redders wird die Lehrkräfte im Deutschunterricht unterstützen. Zum anderen soll sie auch ein eigenes Projekt verwirklichen – eines, mit dem sie als kulturelle Botschafterin Deutschlands und ihrer Heimatregion auftritt. Festgelegt hat sie sich in diesem Punkt noch nicht. Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß: von der Schülerzeitung bis zu etwas Regionaltypischem. Eine gewisse Vorstellung hat Hannah Redders von ihrem Einsatzgebiet bereits bekommen. Die Schule liegt in Pachuca. Sie ist vergleichbar mit der Oberstufe eines deutschen Gymnasiums – und sie ist ziemlich groß: „So um die 1000 Schüler.“ Vor Problemen mit der Verständigung mit den nahezu Gleichaltrigen steht Hannah Redders wohl nicht: Sie hat einen Leistungskurs Spanisch im Gymnasium gehabt und freut sich auf die Sprachpraxis. Eine kleine Herausforderung steht ihr allerdings noch bevor: Sie hat zwar eine erste Unterbringung, muss sich aber ihre „richtige“ Unterkunft noch vor Ort organisieren.

Hannah Redders ist froh, dass es mit ihrer Bewerbung bei „Kulturweit“ geklappt hat. Die Abiturientin konnte einige Qualifikationen in die Waagschale werfen: Sie hat als Schülerin selbst viel Nachhilfeunterricht gegeben und auf diese Art schon etwas Lehrpraxis gesammelt. Darüber hinaus hat sie eine eigene Arbeitsgemeinschaft im Gymnasium gehabt – eine Politik-AG. So kam sie nun gut durchs Auswahlverfahren: „Von 4000 Bewerbern sind rund 300 genommen worden.“ Wie beurteilt die politisch interessierte junge Frau den Bedarf für einen solchen Dienst im Ausland, wie sie ihn nun vor sich hat? Sie steht hinter den Zielen, die die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ so formuliert hat: Bei jungen Menschen soll damit nachhaltiges Interesse für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden.“ Und Hannah Redders ist davon überzeugt, dass Sprache als wichtiges Instrument den jungen Menschen Chancen für die Zukunft eröffnet.

Die Stadtlohnerin hat sich jedenfalls auf ihren Einsatz gut vorbereitet. Dazu gehörte für sie auch, sich mit den Materialien für den Unterricht vertraut zu machen, die speziell in diesem Programm Verwendung finden. Auch wenn sie beim regulären Unterricht nur assistierend tätig sein wird: Hannah geht mit großem Engagement an diese Aufgabe. Ihre eigenen Erwartungen hat sie hingegen ganz bewusst eher nach unten geschraubt: „Die sind nicht so konkret. Ich möchte lieber offen sein für alles, was an neuen Erfahrungen auf mich zukommt. Und ich sehe das nächste halbe Jahr auch als Chance, mehr über mich selbst und meine eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden.“ Dazu hat sie bald Gelegenheit: Am 16. September hebt ihr Flieger ab in Richtung Mexiko.   

  • Wer noch Ideen beisteuern kann zu dem Projekt, das Hannah Redders verwirklichen muss, oder den Einsatz ökonomisch fördern will, kann sich mit Hannah direkt in Verbindung setzen unter hannah.redders@googlemail.com www.kulturweit-blog.de/ hannahmexicana
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