Höfer bleibt sich treu

Stadtlohn Carsten Höfer blieb auch bei seinem dritten Auftritt auf der Bühne der Konzertaula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums seinem Ruf als "Frauenversteher" treu.

13.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Publikum in der voll besetzten Aula freute sich offensichtlich darauf, denn eine Aufwärmphase für Lachsalven und Beifall brauchte Höfer nicht, der von der Schülerfirma "nolimits-entertainment" eingeladen worden war: Das neue Programm "Tagesabschlussgefährte" kam an.

Zwischen verheirateten Paaren und Frauen mit "Lebensabschnittgefährten" bestehe ein großer Unterschied. Erstere leben länger, "zumindest kommt es ihnen so vor", konstatierte Höfer. Stagnation in der Ehe störe Frauen. Sie wollten darüber reden, während Männer ihre Ruhe im stets gleichen Alltagstrott bevorzugten. Im Begriff "Lebensabschnittgefährte" stecke das Ende der Beziehung schon drin. Das Giga-Event der "Love Beach Party" im Ruhrgebiet sei ihm da schon lieber. Ab 23 Uhr wird geheiratet, und um 4 Uhr morgens kollektiv geschieden. Egal ob verheiratet oder nicht, alles beginne mit dem ersten Date. Von Männern stamme der Satz der unkonkreten Angaben: "Ich melde mich dann." Frauen wollten wissen wann, wo und warum.

Peinliches Outfit

Ebenso unterschiedlich sei die Praxis der Geschenke. Männer lieben das Praktische und äußern konkret, welche Bohrmaschine sie haben wollten. Frauen lieben die Überraschung. Die Vorbereitung für eine Einladung zelebrierten Mann und Frau ebenfalls verschieden. Sie besetze stundenlang das Badezimmer und erscheine toll und top gestylt. Er greife wahllos in den Schrank und präsentiere sich in zwei Minuten im eher peinlichen Outfit.

Geheucheltes Mitleid im Publikum erzeugte Höfer, als er sich als allein erziehender Vater outete, der vor zwei Jahren von seiner Frau verlassen wurde. Seitdem sei er als "Problemläufer" erst beim Marathon, dann beim Triathlon gelandet. "Du kannst vor deinen Problemen davon laufen. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zynisch wird. Humor ist für mich berufswichtig." Den hat er bestimmt nicht verloren. Mit Erfolg hielt er dem dankbaren Publikum den Spiegel der Erkenntnis vor, in dem sich jeder wiederfinden konnte. Elvira Meisel-Kemper

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