Immer mehr Mitarbeiter der Stadtlohner Stadtverwaltung arbeiten im Homeoffice (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Coronavirus

Homeoffice in Stadtlohn: Das halbe Rathaus bleibt zuhause

Homeoffice ist das Gebot der Stunde. Das hat das Robert-Koch-Institut in einem dringenden Appell noch einmal deutlich gemacht. Wie hält es eigentlich das Rathaus in Stadtlohn mit der Heimarbeit?

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), hat am Donnerstag in einer Pressekonferenz angesichts weiterhin hoher Corona-Zahlen an Arbeitgeber appelliert, Beschäftigten mehr Homeoffice zu ermöglichen. Wie weit ist eigentlich das Stadtlohner Rathaus in Sachen Homeoffice?

RKI-Chef Wieler rief dazu auf, dass mehr Menschen zum Schutz vor Ansteckungen im Homeoffice arbeiten sollten. „Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen – dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber“, sagte Wieler.

„Wer Homeoffice machen kann, der soll das auch“

Die Stadtlohner Stadtverwaltung sieht das nach eigenen Angaben genauso. „Wir haben schon im ersten Lockdown im Frühjahr die Maßgabe gehabt: Wer seine Arbeit im Homeoffice erledigen möchte, der soll das auch können“, sagte der Erste Beigeordnete Günter Wewers am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion. „Jetzt“, so Wewers weiter, haben wir einen neuen Appell: „Wer Homeoffice machen kann, der soll es auch.“

Gut die Hälfte der 70 Rathausmitarbeiter arbeitet inzwischen im Heimbüro.
Gut die Hälfte der 70 Rathausmitarbeiter arbeitet inzwischen im Heimbüro. © Markus Gehring © Markus Gehring

Was bedeutet das in Zahlen? Im Stadtlohner Rathaus arbeiten rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor der Coronapandemie war Homeoffice die absolute Ausnahme. Während des ersten Lockdowns aber stieg die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice auf 25 – immerhin mehr als ein Drittel der Rathausbelegschaft.

Jetzt sind mehr als die Hälfte der Rathausmitarbeiter im Homeoffice

Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen und der Sorge um die drohenden mutierten Coronavirus-Varianten hat die Stadtverwaltung nach einem neuerlichen Appell zum Homeoffice zwölf weitere Mitarbeiter ins Heimbüro geschickt. Damit arbeiten jetzt mehr als die Hälfte der Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice. Für technische Nachrüstungen hat die Stadt gesorgt. „An der Technik sollte es nicht scheitern, so Wewers. Die Datensicherheit habe die Stadt Stadtlohn dabei immer im Blick.

Bürgermeister Berthold Dittmann und der Erste Beigeordnete Günter Wewers halten die Stellung im Rathaus. Alle verbliebenen Mitarbeiter, so Wewers, hätten in der Regel ein Einzelbüro. Besprechungen werden telefonisch erledigt. „Für notwendige kleinere Besprechungen im Kreise von drei oder vier Kollegen wird der große Sitzungssaal genutzt, dort sind ja sehr große Abstände kein Problem“, so Wewers. Nach seinen Angaben sind Pausenräume im Rathaus verwaist. „Die Mitarbeiter vermeiden aus eigenem Verantwortungsbewusstsein größere Ansammlungen.

Homeoffice wird über die Pandemie hinaus ein größere Rolle spielen

Für den allgemeinen Publikumsverkehr ist das Rathaus schon lange geschlossen. Unaufschiebbare Angelegenheiten können im Bürgerbüro über den Eingang an der Stegerstraße erledigt werden. Wewers: „Das hat sich ganz gut eingespielt. Lange Wartezeiten sind die Ausnahme.“

Günter Wewers ist davon überzeugt, dass das Coronavirus über die Pandemiezeit hinaus das Arbeitsleben auch im Rathaus verändern wird. „Das Homeoffice wird in jedem Fall auch in Zukunft eine viel größere Rolle spielen.

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Stefan Grothues

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