Immer weniger Sozialwohnungen in Stadtlohn – aber es gibt neue Projekte

mlzSozialer Wohnungsbau

Die Zahl der Sozialwohnungen in Stadtlohn ist in den vergangenen Jahren weiter gesunken. Doch die nächsten Jahren könnten eine Wende bringen. Es gibt konkrete Pläne und angedachte Projekte.

Stadtlohn

, 11.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Stadtlohn gibt es nur noch 167 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Diese Zahl (Stand 2019) hat Bürgermeister Helmut Könning in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss mitgeteilt. 2018 waren es noch 169, zwei Jahr zuvor noch 178. In den nächsten zehn Jahren werden für mehr als weitere 60 Wohnungen die Mietpreisbindungen auslaufen.

Die Stadt Stadtlohn will gegensteuern. Das haben in den vergangenen Jahren Politiker aller Ratsfraktionen mehrfach bekräftigt. Und der Rat hat entsprechende Weichen gestellt. Ein Projekt wird jetzt konkret. „Die Baugenehmigung für acht neue Sozialwohnungen im Neubaugebiet Erningfeld und die Förderzusage des Kreises liegen vor, der Bauauftrag ist vergeben. Spätestens im August ist Baubeginn“, kündigte der Bürgermeister jetzt an.

Acht Reihenhäuser im Baugebiet Erningfeld

Zwei mal vier Reihenhäuser errichtet die Wohnbau Westmünsterland im Neubaugebiet Erningfeld. Das über 2000 Quadratmeter große Grundstück hat die Stadt Stadtlohn zu einem subventionierten Preis zur Verfügung gestellt. 1,85 Millionen Euro investiert die Wohnungsbaugesellschaft. Die Bauzeit beträgt 14 Monate.

Weitere Sozialwohnungen sollen nach dem erklärten Willen des Haupt- und Finanzausschusses im Bereich der innerstädtischen Potenzialflächen verwirklicht werden. Bürgermeister Könning: „Diese Strategie wird von der Verwaltung weiter verfolgt.“

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Es sei vorgesehen, dass zum Beispiel im Bereich der Bahnallee auf dem ehemaligen Gelände der Firma Spahn neue Wohnquartiere entstehen sollen. Je nach Variante könnten dort 17 Einfamilienhäuser, 29 Mehrfamilienhäuser sowie neun Stadtvillen mit insgesamt rund 350 Wohneinheiten geschaffen werden. „Somit kann zu gegebener Zeit politisch entschieden werden, ob

Teilflächen dieses Bereichs für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau reserviert werden“, so Könning.

Kreis Borken informiert über Fördermöglichkeiten

Der Bürgermeister informierte den Ausschuss auch über die Wohnraumförderung im Kreis Borken. Danach werden Neubauwohnungen je nach Höhe der Bewilligungsmiete mit bis zu 1980 Euro pro Quadratmeter gefördert. Darüber hinaus sind auch die Vergabe zinsloser oder zinsgünstiger Darlehen sowie Tilgungsnachlässe möglich. Die Tilgungsnachlässe betragen bei 20 oder 25 Jahren Mietpreisbindung 15 Prozent und bei 30 Jahren Mietpreisbindung 20 Prozent.

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Die erforderliche Eigenleistung liegt bei 20 Prozent der Gesamtkosten. Weitere Informationen zu den Förderprogrammen gibt es beim Fachbereich Bauen, Wohnen und Immissionsschutz des Kreises Borken.

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