Hoher Aufwand beim Impffestival, der eigentlich nicht sein sollte. © Till Goerke
Kommentar

Impf-Trödler: Leute, bekommt endlich den Hintern hoch!

Immer weniger Menschen wollen sich impfen lassen – oder haben es damit nicht allzu eilig. Das muss sich ändern, fordert unser Redakteur Nils Dietrich. Denn die Lage ist immer noch ernst.

Am Samstag war richtig was los auf dem Markt in Stadtlohn: 125 Menschen ließen sich bei dem Impffestival in einer eigens aufgebauten Zeltstadt pieksen. Ganz unkompliziert. Vorbeikommen, Aufklärungsgespräch und schon war die Spritze im Arm.

So einfach kann das gehen. Es ist richtig, dass die Behörden solche niedrigschwelligen Angebote bereitstellen – und dafür keinerlei Aufwand scheuen. Viele Helfer packten mit an, ein DJ sorgte für die musikalische Untermalung.

Nur: Ist dieser Aufwand wirklich nötig? Leider ja. Aber er sollte es nicht sein. Inzwischen ist ausreichend Impfstoff verfügbar. Das Impfzentrum ist nicht ausgelastet, jeder kann sich ohne Termin in Velen eine Spritze abholen.

Warum also warten? Das ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorsorge. Das ist eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung und damit jedes einzelnen. Wenn wir uns nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag mit den Corona-Einschränkungen rumplagen wollen, dann müssen wir eine deutlich höhere Impfquote erreichen als das bisher der Fall ist.

Das bedeutet: All jene, die noch nicht geimpft sind, sollten nicht darauf warten, dass ihnen die Spritzen hinterhergetragen werden. Nein, sie sollten den Hintern hochbekommen und sich selbständig ins Impfzentrum aufmachen!

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