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Impulse für die Dufkampstraße

Untersuchungs-Ergebnis

Neue Perspektiven könnten sich im Zuge der Umgestaltung der Innenstadt auch für die Dufkampstraße auftun. Stephan Vogelskamp von der Agentur Noah hat jetzt im Hauptausschuss darüber berichtet – und gleichzeitig eine Analyse des heutigen Zustands gegeben.

STADTLOHN

von Von Thorsten Ohm

, 03.12.2013 / Lesedauer: 3 min

  • Wie hat sich die Dufkampstraße entwickelt?

Die Dufkampstraße ist ein traditionsreicher Standort für den Einzelhandel. Durch „Grüne Wiese“-Projekte, geänderte Anforderungen an Lade- und Praxiserwartungen und innerstädtische Verschiebungen habe er jedoch einen Wirkungsverlust erlitten.  

  • Wie hat sich die Ansiedlung des Edeka-Centers am Hövel ausgewirkt?

Sie bringt eigentlich viel Frequenz in die Nähe der Innenstadt. Doch es gelingt noch nicht, sie weiterzuleiten in die Dufkampstraße. Der Grund: die städtebaulichen Hürden für die Anbindung seien nicht aufgelöst worden. Die „Venenfunktion“ der Dufkampstraße zwischen den „Herzklappen“ Edeka-Entwicklung und Stegerstraße sei noch nicht in den Fokus genommen worden.  

  • Wo besteht Potenzial, um die Situation zu ändern?

Das sieht Vogelskamp besonders auf der Rückseite der Dufkampstraße, die zum Parkplatz Hövel hin liegt. Dort könnte er sich durchlässigere Strukturen vorstellen.  

  • Wie ist es um die wirtschaftliche Perspektive für den Standort Dufkampstraße bestellt?

Vogelskamp betrachtete in seiner Untersuchung auch die ökonomische Tragfähigkeit. In den Blick genommen wurden auch Fragen nach den vorhandenen Grundrissen und den Geschäftsgrößen, die damit verbunden sind. Sein Fazit: Neuen Schub könnte der Zusammenschluss von Immobilien zu einem größeren Platzangebot bieten, um für externe Investoren interessant zu sein. Positive Effekte verspricht er sich auch von einer Orientierung zum Hövel statt ausschließlich zur Dufkampstraße.  

  • Welche Schritte empfiehlt die Untersuchung?

Vogelskamp sieht eine große Chance für Stadtlohn und die Dufkampstraße, wenn das Integrierte Handlungskonzept wie vorgesehen umgesetzt wird. Er plädierte eindringlich, die Anbindung an den Hövel schnell zu verbessern. Schließlich sieht er als große Zukunftsvorstellung die Schaffung eines „Dufkamp-Tores“ hin zum Hövel.  

  • Was kann daneben im Bereich des Marketings passieren?

Aus Sicht von Vogelskamp sehr viel. Die Besucher der Stadt müssten den Weg vom Hövel über die Dufkampstraße zum Markt regelrecht lernen – etwa durch ein Kundenleitsystem, Schilder, Flyer, Banner und mehr, etwa eine Kampagne, die den Einkauf vor Ort stärkt.  

  • Wie reagiert die Politik auf die Untersuchung?

Zum Teil gab es skeptische Nachfragen. Sie zielten auf den Punkt, ob es denn tatsächlich externe Investoren oder Geschäftsbetreiber gebe, für die ein größerer Standort an der Dufkampstraße überhaupt attraktiv genug sei. Kritik gab es aber auch an der vorgesehenen Zusammensetzung der Interessengemeinschaft: Als Gründungsmitglieder sind neben Geschäftsleuten mehrere Vertreter der Stadt vorgesehen.  

  • Wie geht es weiter?

Die Interessengemeinschaft soll jetzt offiziell als Verein gegründet beziehungsweise eingetragen werden. Vom Beginn des nächsten Jahres an soll sie ihre Arbeit aufnehmen, die anfangs vor allem darauf zielt, weitere Gespräche mit den Anliegern über die möglichen Perspektiven zu führen. 

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