"Integration ist keine Einbahnstraße"

Deutsch-Türkischer Verein

STADTLOHN. Integration im Blick: Bei einem ersten Treffen im Deutsch-Türkischen Verein wurden Möglichkeiten und Chancen einer intensiveren Zusammenarbeit ausgelotet.

27.02.2011, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Integration ist keine Einbahnstraße"

Barbara Berardis (Jugendarbeit Stadtlohn), Mechtild Roters (Gleichstellungsbeauftragte Stadtlohn) und Franziska Lengers (Jugendmigrationsdienst Gronau) trafen sich mit Vertretern des Deutsch-Türkischen Vereins in Stadtlohn zu einem runden Tisch.

Man war sich einig, dass auf viele Aktivitäten, die schon unternommen wurden, wie zum Beispiel Fußballturniere, Schachunterricht für Kinder oder Frauentreffen, aufgebaut werden könne, aber auch neue Elemente der Kooperation zu planen sind. Jugendthemen, Schwierigkeiten zwischen Jung und Alt, Wandel in den Vorstellungen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund standen im Vordergrund.   Viele Fragestellungen mündeten in dem Ergebnis, dass es für den Werdegang von Kindern und Jugendlichen unbedingt notwendig sei, dass sie Vertrauen zu Respektpersonen entwickeln können, da ihnen häufig Vorbilder fehlten. Von den anwesenden jungen Leuten wurde anhand vieler Beispiele aus eigener Erfahrung berichtet, welchen Einfluss positive Vorbilder auf ihren Werdegang hatten.

Immer wieder wurde in der Diskussion deutlich, dass Integration nicht als Einbahnstraße funktioniert, sondern dass der Erfolg in dem Bemühen aller Beteiligten liegt. Als ein wichtiges Ziel kristallisierte sich bei diesem ersten Treffen heraus, dass vermehrt die Bedeutung von Multiplikatoren und Respektpersonen beachtet werden muss. Viele Projektideen wurden zusammengetragen: Bildungsangebote zum Thema Elternarbeit, weitere Treffen für Frauen, Aktivitäten in der Jugendarbeit, Jugendliche als Kulturboten zu qualifizieren, in den Interkulturellen Wochen gemeinsame Aktivitäten durchzuführen. Weitere Termine wurden vereinbart.

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