Johanne Elias übernimmt die Berkelapotheke von Rüdiger Wichmann

mlzBerkelapotheke Stadtlohn

18 Jahre hat Rüdiger Wichmann die Berkelapotheke geleitet. Jetzt, wo die Apotheke volljährig wird und der Apotheker 60, gibt er sie in jüngere Hände: Johanne Elias wagt die Selbstständigkeit.

Stadtlohn

, 27.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit weit mehr als 18 Jahren ist der Apotheker Rüdiger Wichmann Stadtlohner: 1993 zog es das Ehepaar Wichmann vom Norden ins Westmünsterland. An den ersten Besuch in Stadtlohn kann sich Dr. Rüdiger Wichmann noch gut erinnern: „Da war diese Blitze in Gescher....“. So sehr waren er und seine Frau Iris im Gespräch vertieft auf dem Rückweg, dass Tempo 70 nicht so ganz eingehalten wurde. Aber das Knöllchen konnte das Ehepaar nicht davon abhalten: Iris Wichmann pachtete die Johannes-Apotheke in der Innenstadt, und ihr Mann arbeitete als angestellter Apotheker dort mit.

Durch eine Anzeige auf Stadtlohn aufmerksam geworden

Beide hatten in Braunschweig Pharmazie studiert, der gebürtige Bremer promovierte und arbeitete auch einige Jahre an der TU Braunschweig, seine Frau startete in einer Apotheke in Salzgitter durch. Dann fiel ihnen eine Anzeige ins Auge und das Interesse an der Johannes-Apotheke war bei Iris Wichmann, gebürtig aus Lengerich, geweckt.

Dann plante die Stiftung Maria Hilf, Trägerin des Krankenhauses, ein Gebäude in Krankenhausnähe, in dem sich Artzpraxen ansiedeln sollten. Und eine Apotheke. „Das war Zufall und Glück,“ fasst Rüdiger Wichmann die neue Chance an der Josefstraße zusammen. Im Juni 2002 eröffnete er die Berkelapotheke.

Nach fast drei Jahrzehnten als Apotheker haben er und seine Frau vieles erlebt, von der Preismittelverordnung über die Rabattverträge bis hin zu den Lieferschwierigkeiten. Aber die Corona-Krise, die ist das einschneidendste Erlebnis, betont er. „Auch, weil es so länge trägt.“

Johanne Elias übernimmt die Berkelapotheke in schwierigen Zeiten

Und nun, mitten in der Krise, ein Wechsel. Johanne Elias (32), freut sich trotz allem auf die Herausforderung. Sie hat zuletzt eine Apotheken-Filiale in ihrem Wohnort Münster geleitet. „Ich habe schon ein paar Jahre gesucht“, sagt sie, und als sie dann auf die Berkelapotheke aufmerksam wurde, ging alles schnell.

Die Chemie stimmte, der Stadtlohner kam Johanne Elias entgegen, die nicht länger warten, sondern durchstarten wollte, entgegen. Die 32-Jährige freut sich über die gute Aufnahme im Team – 19 Leute arbeiten derzeit in zwei Schichten – und über die freundlichen Stadtlohner. Groß ändern möchte sie nichts, auf Dauer einen Kommissionierungsautomaten installieren.

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Sie geht optimistisch in den neuen Lebensabschnitt. Den Apotheken bleiben auf lange Sicht Kunden, auch wenn es in Corona-Zeiten deutlich weniger sind, wie auch weniger Patienten zu den Ärzten kommen. Johanne Elias schätzt an ihrer Arbeit die Kommunikation mit den Menschen, „das Feedback und die Wertschätzung, die man bekommt.“

Ehepaar Wichmann bleibt in Stadtlohn

Die Gespräche mit den Kunden und die Freude mit dem Team – „wir haben viel gelacht“, so der Apotheker – wird das Ehepaar Wichmann vermissen. Aber: Die beiden bleiben in Stadtlohn, beantwortet Rüdiger Wichmann eine zuletzt oft gestellte Frage.

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