Jugendkulturwerkstatt geht in die Offensive

Angebote machen

Im dritten Jahr sitzt die Jugendkulturwerkstatt "JuKuWe" Stadtlohn mittlerweile fest im Sattel. Was aus einer Idee entstanden ist, ist mittlerweile zu einer festen Instanz in Stadtlohn geworden. Rund 40 Mitglieder hat der Verein mittlerweile, hinzukommen Sponsoren und Geldgeber, die es dem Verein möglicht macht, Jugendlichen Kunst und Kultur näherzubringen.

STADTLOHN

, 25.10.2015, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jugendkulturwerkstatt geht in die Offensive

Der Vorstand der Jugendkulturwerkstatt „JuKuWe“ Stadtlohn Berthold te Vrugt, Heinrich Greving, Julia Hintemann, Dr. Nikolaus Schneider und Karl-Heinz Levers. foto privat

"Wir haben in den ersten zwei Jahren enorme Veränderungen durchgemacht", berichtet Vorsitzender Prof. Dr. Heinrich Greving im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals das Amt des Geschäftsführers durch Karl-Heinz Levers besetzt wurde, ist bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch nun auch der Posten der künstlerische Leiterin durch Julia Hintemann besetzt worden.

Vom Kommen zum Gehen

"Wir haben unsere Struktur vom Kommen zum Gehen umgewandelt. Das heißt, wir gehen jetzt gezielt an die Schulen und Einrichtungen und schauen, welche Bildungsangebote wir anbieten können oder gewollt sind", erklärt der Vorsitzende das neue Konzept. Im Netzwerk der Jugendkulturwerkstatt wird dann nach Künstlern, Möglichkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten gesucht, um ein individuelles Projekt anzubieten. "Seit April sind wir zudem als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Jetzt können wir auch weitere Fördermittel in Anspruch nehmen", ergänzt Karl-Heinz Levers.

Dadurch werden die Angebote für die Jugendlichen weitgehend kostenfrei. "So soll es auch sein. Wir wollen allen die Möglichkeit zu geben, sich kulturell und künstlerisch zu entfalten", sagt Greving.

Auch Kochen ist Kultur

Welche Angebote es geben kann, darin ist die Jugendkulturwerkstatt nicht festgelegt. "Wir wollen den Kulturbegriff möglichst weit fassen. Bei der Versammlung kam sogar der Vorschlag, etwas zu backen oder zu kochen", berichtet Levers. Und Greving ergänzt: "Weitestgehend hat es ja auch etwas mit Kultur zu tun. Warum sollten wir so was nicht mal ausprobieren. Vor allem, wenn verschiedene Kulturen zusammenkommen", spielt Greving auf künftige Projekte zusammen mit Flüchtlingen an. Bereits am 6. November startet die Jugendkulturwerkstatt zusammen mit dem Kulturrucksack NRW ein offenes Atelier für Kinder und Jugendliche. Malerei, Zeichnung und Kalligrafie stehen auf dem Programm.

"Ankommen ist eine Kunst" lautet der Titel des einjährigen Projekts zur Integration von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien. Verschiedene Kreativ-Angebote sollen Sprachbarrieren überwinden und eine Willkommenskultur in der Töpferstadt schaffen.

  • Wer sich bei der Jugendkulturwerkstatt engagieren möchte kann sich beim Vorsitzenden Heinrich Greving, Tel. (02563) 97262, melden oder über die Homepage
  • www.jukuwe-stadtlohn.de
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