Die alte Eibe an der Vredener Straße soll gefällt werden. Dagegen regt sich Widerstand. © Markus Gehring
Meinung

Kampf um alte Eibe: Liebe Politiker, zeigt Größe und korrigiert euren Fehler!

Eine alte Eibe wird zum Politikum: Der Bauausschuss stimmt für die Fällung, die Stadtlohner protestieren für ihren Erhalt - und könnten damit Erfolg haben, meint unser Redakteur Nils Dietrich.

Das war eine enge Sache vor sechs Wochen im Bauausschuss. Eine knappe Mehrheit sprach sich dafür aus, die alte Eibe an der Vredener Straße in Stadtlohn zu fällen. Sie soll Platz machen für den fast 300 Jahre alten Bildstock „Pieta vor dem Kreuz“.

Dass die Eibe gefällt werden soll, ist eine fragwürdige Entscheidung. Denn die Verwaltung hatte eine weitere Variante angeboten, die einen Erhalt des rund 100 Jahre alten Baumes vorsah. Deren Nachteile (Verschattung der Blumenbeete, schlechtere Sichtbarkeit des Bildstocks) rechtfertigen einen solchen massiven Eingriff objektiv nicht.

Die Entscheidung des Ausschusses ist auch für die Stadtlohner nicht nachvollziehbar. Gerade die älteren Semester haben einen persönlichen Bezug zu der Eibe. So folgte auf das Votum ein Sturm der Entrüstung – in Telefonaten, Briefen, im Social Web.

Und siehe da: Der Aufruhr der Bürger Stadtlohns hat augenscheinlich etwas in Bewegung gesetzt. Am 31. August wird sich der Bauausschuss nochmals mit dem Thema beschäftigen.

Dann bietet sich den Politikern eine besondere Gelegenheit: Sie können ihre Entscheidung korrigieren und damit Größe beweisen – denn die altehrwürdige Eibe steht noch. Zum Glück.

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