Konzept gegen Überschwemmungen

Hochwasserschutz

Für das Hochwasserschutzkonzept in Stadtlohn zeichnet sich eine Lösung ab. Sie hätte den Vorteil, dass sie nur an wenigen Stellen überhaupt Dämme oder Mauern erforderlich machen würde.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 29.03.2012, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dem Wehr an der Berkelmühle kommt eine wichtige Funktion beim Hochwasserschutzkonzept zu.

Dem Wehr an der Berkelmühle kommt eine wichtige Funktion beim Hochwasserschutzkonzept zu.

Deshalb lautet das Ziel des Hochwasserschutzkonzeptes: Das Wasser soll gar nicht erst soweit kommen können. Um das zu erreichen, kann im Bereich der Berkel selbst an drei Stellschrauben gedreht werden: dem Linienschutz – also Mauern oder Dämme, was viele betroffene Anlieger sehr kritisch sehen –, dem Gewässer selbst – das lässt sich breiter oder tiefer machen –, und schließlich der Wehranlage an der Mühle. Sie hat einen anstauenden Effekt, der aber auch dazu genutzt werden kann, um die Höhe des Flusspegels zu regulieren. Ein „Dreh“ an jeder drei Schrauben scheint die Variante zu sein, die am meisten Erfolg verspricht. So könnte über das Wehr mehr Wasser abfließen, wenn das kleine Mühlengebäude unten rechts vor dem Wehr entfernt wird. Auch bei der Höhe des Wehrs lässt sich Wirkung erzielen. Noch mehr Effekt gebe es, wenn die Berkel ausgekoffert wird. Sie führt viel Sand mit sich. Dieser könnte aus dem Fluss herausgeholt werden – er wäre damit wieder auf seiner ursprünglichen Tiefe, was dem Wasser mehr Platz böte. Der Effekt aus den ersten beiden Maßnahmen wäre so groß, dass damit die dritte Schraube kaum bewegt werden müsste – auf Mauern und Dämme könnte weitestgehend verzichtet werden.

Am Dienstag ging es nur um den Flussabschnitt in der Innenstadt. Die Frage der Ausgleichsflächen vor der Stadt blieb weitgehend außen vor. Bürgermeister Helmut Könning berichtete aber, dass die Stadt Verhandlungen führe: „Eine spannende Aufgabe.“

Lesen Sie jetzt