Die Stadtverwaltung will den politischen Gremien zeitnah die Bauausführung für die Erweiterung der OGS an der Hordtschule präsentieren, um möglichst die Mittel vom kurzfristig aufgelegten Förderprogramm auszuschöpfen. © Markus Gehring
Ganztag an Grundschulen

Kurzfristiger Geldsegen soll OGS-Ausbau an Hordtschule beschleunigen

Ein Engpass droht zum kommenden Schuljahr im OGS-Bereich an der Hordtschule. Der Schulträger will Abhilfe schaffen. Ein kurzfristiges Förderprogramm kommt dabei überraschend wie passgenau.

Dass die Mittel in Höhe von 228.500 Euro „jetzt sehr überraschend in Aussicht gestellt“ wurden, dessen ist sich der Erste Beigeordnete Günter Wewers bewusst. Erst Ende Januar waren die Kommunen darüber informiert worden, dass Bund und Länder die Kommunen zur Abmilderung von Corona-Folgen weiter im Bereich Ganztag unterstützen werden.

Dass die Stadt Stadtlohn auf dieses zusätzliche Förderprogramm von Bund und Ländern zum Ausbau und zur Stärkung des Ganztags an Grundschulen schnell reagieren will, das bestätigt der erste Beigeordnete im gleichen Atemzug. Trotz der sehr engen Fristen, die Mittel sollen bis Monatsende beantragt und bis zum Jahresende 2021 auch verwendet worden sein.

Die rasche Reaktion auf dieses zusätzliche Investitionsprogramm erklärt Günter Wewers mit kurzfristigen Bedarfen im Bereich der Offenen Ganztagsschule (OGS). „Die Stadt Stadtlohn hat sich zum Ziel gesetzt, die OGS-Betreuung in den nächsten Jahren den Betreuungsquoten des jeweils letzten Kindergartenjahres anzupassen, damit künftig beim Wechsel vom Kindergarten in die Schule eine reibungslose Ganztagsbetreuung möglich ist. Dazu wird an allen Grundschulen bis 2025 sowohl das logistische als auch räumliche OGS-Angebot ausgeweitet werden“, so Wewers.

Aktuelle Kapazitäten an Hordtschule reichen nicht aus

Heißt kurzfristig: Da der größte Bedarf zurzeit an der Hordtschule gegeben sei, werde der Schulträger schwerpunktmäßig auch an dieser investieren. In Zahlen: An der Hordtschule können mit den derzeitigen Kapazitäten 35 Schülerinnen und Schüler betreut werden, ab dem kommenden Schuljahr liegen aber 51 Anmeldungen zur OGS vor.

„Die Bauausführung wird den politischen Gremien in Kürze vorgestellt werden, sodass die Mittel zeitnah im Rahmen der Förderrichtlinien verwendet werden können“, erklärt Wewers. Sowohl die Ausgabeermächtigung von 270.000 Euro als auch die Landesmittel würden jetzt noch als Änderungsvorschlag der Verwaltung in den Haushalt 2021 eingearbeitet werden. Noch in diesem Monat stehen die maßgeblichen Sitzungen von Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss sowie Rat an.

Insgesamt 4,3 Millionen Euro sind aus dem 750-Millionen-Zusatzprogramm des Bundes zur Abmilderung von Corona-Folgen auf den Kreis Borken geschlüsselt, zusammen rund 68 Millionen Euro steuern Land und Kommunen in NRW zusätzlich bei. Zuwendungsempfänger sind die Schulträger von Schulen in öffentlicher Trägerschaft und Träger von genehmigten Ersatzschulen.

Weitere Maßnahmen an Hilgenberg- und Fliednerschule

Günter Wewers richtet den Blick gleich weiter nach vorne – mit einem mittelfristigen Planungshorizont, nicht zuletzt aufgrund des nahenden Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule ab dem Jahr 2025. Im Bereich der Hilgenbergschule würde die erweiterte OGS-Betreuung bei den Planungen für einen Neubau der Hilgenbergschule berücksichtigt, der im nächsten Jahr angedacht ist. „Die Verwaltung hofft, dass hierfür weitere Bundes- und/oder Landesmittel bereitgestellt werden“, so der Erste Beigeordnete.

Außerdem bestehe Handlungsbedarf an der Fliednerschule, wo ab 2022 ein zusätzlicher Klassenraum benötigt wird und der Wunsch der Politik berücksichtigt werden soll, die OGS von der Marienschule direkt zur Fliednerschule zu verlagern.

Spätestens zum Schuljahr 2024/25 sind von Bund und Land Richtlinien zur Förderung der Ganztagsbetreuung angekündigt worden. „Die Stadt hofft, dass mit kräftiger finanzieller Unterstützung von Bund und Land dann diese weiteren Maßnahmen in den nächsten Jahren auch erfolgreich umgesetzt werden können“, betont Günter Wewers.

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