Lachyoga macht Spaß

Kurs-Angebot

Wer am Donnerstagabend am Fenster des JFB-Gebäudes in Stadtlohn vorbeilief, wird Erstaunliches beobachtet haben: Etwa ein Dutzend Erwachsene, die lauthals lachen, seltsame Bewegungen vollführen und dabei kreuz und quer durch den Raum spazieren. Es waren die Teilnehmer des ersten Lachtreffs.

STADTLOHN

von von Frauke Ehlers

, 11.10.2012, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kursleiterin Anima Mojumder-Buderus (rechts vorn) und die Teilnehmer ihres neuen Lachtreffs durchqueren immer wieder den Raum und grüßen einander mit überschwänglichem Lachen.

Kursleiterin Anima Mojumder-Buderus (rechts vorn) und die Teilnehmer ihres neuen Lachtreffs durchqueren immer wieder den Raum und grüßen einander mit überschwänglichem Lachen.

„Lachyoga stärkt das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit, und Endorphine werden ausgeschüttet“, rechtfertigt Buderus die erzwungene Heiterkeit. „Fake it till you make it!“, heißt die Devise: Aus dem zunächst gestellten Lachen wird mit der Zeit echtes, befreites Gelächter. Lachen ohne Grund. Allein schon beim Anblick der kuriosen Übungen kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sehr skurril: Das „Löwenlachen“, bei dem die Hände an den Kopf gelegt, die Augen weit aufgerissen und die Zunge herausgestreckt wird. Für die meisten Übungen fordert Buderus die Teilnehmer auf aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig anzulachen. Das steckt an und wirkt gemeinschaftsbildend.

Überhaupt wird die Gemeinschaft beim Lachyoga groß geschrieben. In verschiedenen Übungen loben sich die Kursteilnehmer gegenseitig, und ab und an ertönen spontane Bekundungen des Gefallens: „Sehr gut, sehr gut, yeah.“ Nach dem aktiven Teil folgt der ruhigere Teil der Stunde: die Lachmeditation. Die Teilnehmer lassen sich entspannt auf Stühlen nieder und lachen knapp fünf Minuten durch. Durch das johlende Gelächter von Einzelnen wird das abklingende Lachen der Gruppe immer wieder neu angeschürt. Zum „Runterkommen“ gibt es zum Schluss eine „begleitete Meditation“, bei der die Teilnehmer gedanklich durch eine Herbstlandschaft geführt werden.

Eine Stunde ohne Gedanken sein verspricht Buderus den Teilnehmern. Tatsächlich sehen sie gelassener aus, als sie am Ende den Raum verlassen. Man darf sich nicht selbst zu ernst nehmen, wenn man Lachyogi werden will; doch sie haben gut mitgemacht. Die Münsterländer sind etwas stur, sagt Buderus zögerlich. Viele winkten ab und sagten: „Nee, das ist mir zu albern.“ Doch hofft die Naturheilpraktikerin mit ihrem neuen Lachtreff beim Stadtlohner Jugend- und Familienbildungswerk viele Menschen anzusprechen, die sich die positiven Auswirkung des Lachyogas auf Körper und Geist zugute machen wollen. Die nächsten Lachtreffs finden am 8. 11. und 6. 12. von 19 bis 20 Uhr statt. Info und Anmeldung unter Tel. (0 25 63) 20 62 04.

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