Auf der Grenze zwischen Stadtlohn und Südlohn hat der Kreis Borken an der L572 zwei Lasersäulen zur Geschwindigkeitsüberwachung installiert. © Markus Gehring
Blitzer

Lasersäulen zwischen Stadtlohn und Südlohn werden bald scharfgeschaltet

Noch sind sie in Folie eingepackt. Aber schon bald werden sie scharfgeschaltet: Zwei elegante Lasersäulen ersetzen an der L572 zwischen Stadtlohn und Südlohn die altbackenen Starenkästen.

923 Autofahrer werden sich allein im Jahr 2019 über die Starenkästen an der L572 geärgert haben. Exakt 141 mal blitze das Gerät Temposünder, die in Richtung Stadtlohn unterwegs waren, und 782 weitere, die in Richtung Südlohn fuhren. Die Zeit der beiden Starenkästen ging im Sommer zu Ende, die Geräte wurden demontiert. Jetzt aber stehen dort aber zwei nagelneue Lasersäulen, noch verpackt in schwarzer Folie.

Lasersäulen sollen noch in diesem Jahr scharfgeschaltet werden

Wann werden sie in Betrieb genommen? „Der Zeitpunkt steht noch nicht genau fest“, sagte Kreissprecher Karlheinz Gördes am Freitag. „Die Herstellerfirma wird in den nächsten Wochen noch unsere Mitarbeiter schulen. Es gibt auch noch einige technische Dinge abzuarbeiten. Wir hoffen aber, dass die Geräte noch dieses Jahr scharfgeschaltet werden können.“

Die moderne Lasertechnik ersetzt die beiden alten Geräte, die Anfang der 1990er Jahre in Höhe des Kalklochs aufgebaut wurden. Die alten Geräte basierten noch auf der Sensorschleifentechnik. „Diese Technik hat den Nachteil, dass die Sensorschleifen auf stark befahren Fahrbahnen regelmäßig erneuert werden müssen“, erklärt Bernhard Sieverding, stellvertretender Fachbereichsleiter beim Kreis Borken. Zudem mussten bei den alten Starenkästen die Akkus regelmäßig ausgetauscht werden.

Mit der neuen Laserscan-Technik wird alles besser. Bei dieser Technik überwachen Laserstrahlen, die sich fächerförmig über die Fahrbahn ausbreiten, den gesamten Verkehr – berührungslos und mit einer dauerhaften Stromversorgung über das Leitungsnetz.

Unfallschwerpunkt entschärft

Fast 80.000 Euro kostet ein Radarscanner inklusive Aufbau und Installation. Die Kosten werden aber durch die Bußgeldeinnahmen schnell wieder hereingespielt. Karlheinz Gördes nennt die Zahlen: 2019 nahm der Kreis Borken aus 24.082 Bußgeldverfahren rund 750.000 Euro ein. „Die Einnahmen sind aber keineswegs das Motiv für die Geschwindigkeitsüberwachung“, betont der Kreissprecher. Es gehe vielmehr um die Verkehrssicherheit.

Und da zeigen die Blitzer Wirkung. Gördes: „Bis Anfang der 90er Jahre war der Abschnitt zwischen Stadtlohn und Südlohn ein Unfallhäufungspunkt. Seit die Geschwindigkeit dort überwacht wird, ist der Abschnitt unauffällig.“

1988 wurde der ersten Starenkasten im Kreis Borken aufgestellt

Der erste Starenkasten im Kreis Borken wurde 1988 aufgestellt. Nach und nach wurden 27 weitere Starenkästen an ausgewählten Unfallhäufungsstellen und an Abschnitten mit hohem Unfallpotenzial fest installiert.

In den nächsten Jahren werden alle alten Starenkästen im Kreis durch Lasersäulen ersetzt. Die Laserscan-Geräte haben noch weiteren Vorteile: Sie können in den stationären Säulen eingesetzt werden, aber auch im Pkw zur mobilen Überwachung.

Fachbereichsleiter Bernhard Sieverding sieht für die Zukunft noch weitere Möglichkeiten: „Noch werden die Messdaten auf Speichermedien in der Säule festgehalten und müssen dort abgeholt werden. Sobald die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, können die Daten direkt von der Säule ins Kreishaus nach Borken übertragen werden.“

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