Leitungsrechte kosten

Biogas

Wer öffentlichen Grund und Boden für seine Zwecke nutzen möchte, soll auch dafür bezahlen: Das gilt in Stadtlohn künftig auch für Biogas-Leitungen.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 12.10.2011, 14:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Biogas gewinnt als Energieträger zunehmend an Bedeutung. Wird es zu einem Blockheizkraftwerk geleitet, fällt künftig ein Entgelt an, wenn dafür städtischer Grund und Boden genutzt wird.

Biogas gewinnt als Energieträger zunehmend an Bedeutung. Wird es zu einem Blockheizkraftwerk geleitet, fällt künftig ein Entgelt an, wenn dafür städtischer Grund und Boden genutzt wird.

Jüngstes Beispiel für diese Art der Verwendung: das Frei- und Hallenbad. Dort soll genau nach diesem Konzept künftig verfahren werden (Münsterland Zeitung berichtete). Darüber hinaus ist jetzt auch ein anderer Investor an die Stadt heran getreten: Er habe die Stadt gebeten, das Verlegen und Betreiben einer Biogasleitung im öffentlichen Straßenraum zu gestatten. Vorgesehen sei, eine Gasleitung von der Biogasanlage an der Hofstelle bis zum Standort des Blockheizkraftwerkes zu verlegen. Aus Sicht der Verwaltung sei das Projekt zu begrüßen: So sei eine umweltfreundliche Nutzung der Abwärme möglich. Gleichzeitig würden aus städtischer Sicht mehrere Argumente dafür sprechen, ein Entgelt zu erheben. So geschehe dies auch in anderen Fällen, wenn städtischer Grund und Boden genutzt werde. Zudem müsse auch bei einem erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerk eine Konzessionsabgabe gezahlt werden – über den Gaspreis. Nicht zuletzt könne sich aus einer zusätzlichen Leitung im Straßenkörper ein Mehraufwand bei der Unterhaltung ergeben.

Wie stellt sich für die Stadt nun eine angemessene Berechnung des Entgeltes dar? Dazu greift sie auf einen gemischten Maßstab zurück: Zu Grunde gelegt wird dabei zum einen die Länge der Leitung, zum anderen die durchgeleitete Menge. Letzteres ist an gleich gelagerte Fälle beim Erdgas angepasst worden: Dafür werden künftig 0,03 Cent je Kilowattstunde fällig. Hinzu kommen 0,007 Cent je Kilowattstunde und 100 Meter Leitungslänge. Für die Berechnung sind die Fachleute der Stadt von einem Energiegehalt in Höhe von vier Kilowattstunden je Kubikmeter ausgegangen. Das führt in einer Beispielrechnung bei 6,4 Millionen Kilowattstunden und einer Leitungslänge von einem Kilometer zu einer jährlichen Konzessionsabgabe von 6400 Euro.

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