Die Husarenkapelle in Aktion: Beim Konzert unter Coronabedingungen im Herbst 2020 in der Stadthalle. Nun soll es im August wieder ein großes Konzert geben: Am 22. August auf einer Bühne, die auf dem Marktplatz steht. © Veranstalter
Musikfestival in Stadtlohn

Livemusik auf dem Marktplatz: Was die Husaren für den August planen

Die Stadtlohner Husarenkapelle versprüht Optimismus und sorgt für Vorfreude: Mitten in Stadtlohn soll drei Tage lang die (Blas-)Musik im Mittelpunkt stehen. Live gespielt vor Publikum.

„Wir haben beschlossen, dass die Inzidenzwerte so sind, dass man beruhigt Kulturveranstaltungen durchführen kann“, sagt Thomas Lüfkens und schmunzelt. Der Vorsitzende der Husarenkapelle ergänzt: „Wenn es gefahrlos möglich ist, wollen wir was für Stadtlohn und für die Kultur- und Musikszene tun.“ Und zwar ein Musikfestival anbieten: Drei Tage Livemusik auf dem Markt vom 20. bis 22. August.

Die Vorfreude klingt deutlich durch beim Pressegespräch im Haus Hakenfort. Aktuell wären laut der geltenden Coronaregeln Kulturveranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern möglich. Dass Ende August ein Festival starten könne mit getesteten, geimpften und genesenen Besuchern – davon gehe die Kapelle jetzt mal aus, betont Geschäftsführer Peter Tertling. Und falls nicht, müsse halt kurzfristig umgeplant oder abgesagt werden.

„Wir wollten mal wieder eine Ausgehmöglichkeit schaffen“

Aber: „Wir wollten mal wieder eine Ausgehmöglichkeit schaffen“, betont der Geschäftsführer, und die Husaren hätten in Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt „kritisch, aber mit Mut und der Bereitschaft, Lösungen zu finden“, ein Programm zusammengestellt. Jung und Alt, Freunde von traditioneller oder moderner Blasmusik oder auch von Rock und Pop sollen auf ihre Kosten kommen (ausführliches Programm siehe Infokasten).

Musikfestival – Programm in Kürze

  • Das Musikfestival der Stadtlohner Husarenkapelle steigt vom 20. bis 22. August auf dem Marktplatz Stadtlohn
  • Freitag, 20. August: 18 bis 23 Uhr, Biergarten-Dämmerschoppen, für Musik sorgen die Husarenkapelle, das Ensemble „Altes Blech“ der Husarenkapelle, und die Band „Drumpets“.
  • Samstag, 21. August: 15.30 bis 18 Uhr, Jugend-Kindernachmittag mit der Musikschule Stadtlohn, Instrumente werden gezeigt, es treten auf die Juhus (Junge Husaren), die Rockband und Gruppen der Musikschule Stadtlohn), abends von 19.30 bis 23.30: Rock-/ Popkonzert mit „Recall“ und „Daddy Longleg“
  • Sonntag, 22. August: 11 bis 12 Uhr Open-Air Gottesdienst mit der Stadtlohner Husarenkapelle, 15 bis 17 Uhr Großes Konzert der Stadtlohner Husarenkapelle 1898.

Die Idee für die große Veranstaltung sei schon Weihnachten aufgekommen. Zwischenzeitlich, geben die beiden zu, hätten sie mit Blick auf die Entwicklungen der Corona-Pandemie auch schon nicht mehr dran geglaubt. Nun aber sind sie optimistisch, den Gästen etwas bieten zu und auch selbst wieder auf die Bühne zu können. Auftreten, Stücke spielen, Applaus bekommen.

2019 hatte die Husarenkapelle rund 100 Termine

Thomas Lüfkens blickt zurück: In den letzten Monaten war so gut wie nichts möglich. Sechs Husaren haben den Ostergottesdienst musikalisch mitgestaltet und konnten auch zuvor dort proben. 2019 hatte die Husarenkapelle rund 100 Termine, zählt man Proben und Auftritte zusammen. Dann, als Corona kam, war nur noch ein Bruchteil erlaubt.

Die Eventband Recall setzt auf ein breites Repertoire und bietet Seichtes zum Essen, etwas Rockiges zum Tanzen oder etwas Poppiges zum Partymachen.
Dennis Böhm (Schlagzeug), Matthias Dennemann (Keyboards), David Orthaus (Vocals), Christina Harpers (Vocals), Tim Woltering (Gitarre) und Thorge Lanvermann (Bass) sind beim Musikfestival der Husarenkapelle am 21. August zu erleben.
Die Eventband Recall setzt auf ein breites Repertoire und bietet Seichtes zum Essen, etwas Rockiges zum Tanzen oder etwas Poppiges zum Partymachen. © Veranstalter © Veranstalter

Das wirkt sich auf das Gefüge einer Musikkapelle aus, wenn kaum Konzerte gegeben werden, keine Proben stattfinden. Es hat nur drei Abmeldungen bei 75 aktiven Mitgliedern gegeben in der Coronazeit. Aber da sind sich Thomas Lüfkens und Peter Tertling einig, es werde Zeit, wieder aktiv zu werden, bevor sich die aktiven Musiker daran gewöhnt haben, kaum mehr Termine mehr zu haben, bevor die Bereitschaft zurückgehe, am Wochenende früh aufzustehen, weil eine Generalprobe oder ein Konzert anstehen.

Bei den Programmpunkten des Festivals am Freitag und Samstag werden dann die Mitglieder auch mehr für das „Drumherum“ zuständig sein, die Zugangskontrollen erledigen, Tische, Bänke, Stehtische aufstellen, je nach Veranstaltung. „Wir werden versuchen, den Marktplatz als Mittelpunkt darzustellen“, verrät Peter Tertling etwas zum Konzept.

Das Trio Daddy Longleg wurde 1998 gegründet. Matthias Wissing (Gitarre/ Gesang), Klaus Siebers (Kontrabass) und Uli Flür (Schlagzeug/ Perkussion) aus Emmerich interpretieren in einer ihr typischen Manier Songs aus dem Jazz, Pop, Rock und Latin-Bereich.
Das Trio Daddy Longleg wurde 1998 gegründet. Matthias Wissing (Gitarre/ Gesang), Klaus Siebers (Kontrabass) und Uli Flür (Schlagzeug/ Perkussion) aus Emmerich interpretieren in einer ihr typischen Manier Songs aus dem Jazz, Pop, Rock und Latin-Bereich. © Veranstalter © Veranstalter

Es wird eine Bühne geben. Die Veranstaltungstechniker ihres Vertrauens sind informiert, mit Wirten wird gesprochen. „Die sind ja alle versiert im Umgang mit den Coronaregeln“, betont Thomas Lüfkens.

Besonders gespannt sind die Husaren, wie das Angebot für Kinder am Samstag ankommt. Dann werden in Zusammenarbeit mit der Musikschule interessierten Kindern Instrumente gezeigt, die Juhus werden Kostproben ihres Könnens geben ebenso wie die Rockband und Gruppen der Musikschule Stadtlohn.

Die
Die „JuHus“ sind die jungen Mitglieder der Husarenkapelle. Am Samstag, 21. August, erklären sie interessierten Kindern ihre Instrumente und geben auch selbst Kostproben ihres musikalischen Könnens. © Veranstalter © Veranstalter

Überhaupt wolle die Husarenkapelle „die Blasmusik an die Leute bringen“ an dem Wochenende, wie Peter Tertling es zusammenfasst.

Kein Eintrittsgeld: Es wird gesammelt

Es wird keine Karten im Vorverkauf geben. Je nach im August geltenden Regeln wird es vielleicht eine Besucherzahlbeschränkung geben. Das lässt die Husarenkapelle auf sich zukommen. Was sie aber schon weiß: Die Stadt und einige Sponsoren engagieren sich finanziell dermaßen, dass kein fester Eintritt genommen werden muss. „Wir werden einfach sammeln“, sagt Thomas Lüfkens.

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Anne Winter-Weckenbrock

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