Mehr Wagen, neue Startzeit

Rosenmontagszug

Eigentlich hängt es jetzt nur noch vom Wetter ab – für alles andere sind die Weichen gestellt: Mit dem Rosenmontagszug nähert sich für Stadtlohn der Höhepunkt des Straßenkarnevals.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 02.03.2011, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Winfried Tenbrink (l.) und Manfred Schwenz in einem der neuen Karnevalswagen: Die beiden Zugführer blicken als Verantwortliche dem kommenden Rosenmontag mit viel Vorfreude entgegen.

Winfried Tenbrink (l.) und Manfred Schwenz in einem der neuen Karnevalswagen: Die beiden Zugführer blicken als Verantwortliche dem kommenden Rosenmontag mit viel Vorfreude entgegen.

Groß und bunt soll er werden, der „Lindwurm des Frohsinns“, berichten die beiden Zugführer Winfried Tenbrink und Manfred Schwenz. 75 Zugnummern wird der Rosenmontagszug in Stadtlohn in diesem Jahr umfassen und damit einige weniger als im vergangenen Jahr. Dafür gibt es mehr Wagen: 50 bunte Gefährte werden über die Zugstrecke rollen. Dazu gesellen sich viele Fußgruppen und Musikkapellen.

Viel Lokalkolorit soll beim Zug zu sehen sei, darunter auch manches, was Bezug auf das Prinzenpaar nimmt wie „Steverdinger Schlosserbräu“ oder ein Wagen „Garten und Blumen“. Eine Gruppe thematisiert die „Baustelle Krankenhaus“. Hinzu kommen Motive wie „Dschungelcamp“, aber auch „Klassiker“ wie „Zorro“. Bewusst verringert wurde der Anteil von Wagen aus den Niederlanden: Drei Stück aus dem Nachbarland fahren mit.

Die beiden Zugführer geben in diesem Punkt als Verantwortliche eine ganz klare Linie vor – und die vermitteln sie auch an die einzelnen Gruppen: „Hochprozentiges“ soll im Zug absolut tabu bleiben. Das bedeutet, dass weder auf den Wagen selbst Schnaps getrunken werden soll, noch dass dieser aus dem Zug heraus an die Zuschauer gereicht werden soll. In Kooperation mit dem Kreis Borken gilt nicht zuletzt das Motto „An Karneval keine Kurzen für die Kurzen“. Gerade Kinder und Jugendliche sollen geschützt werden. Deshalb werde es auch entsprechende Kontrollen geben.

Im Zuge der tragischen Ereignisse bei der Loveparade im vergangenen Jahr in Duisburg sind die Anforderungen in diesem Punkt durch die Behörden verschärft worden. Manfred Schwenz und Winfried Tenbrink betonen, dass in Stadtlohn die Sicherheit immer schon sehr ernst genommen wurde. So sieht das Sicherheitskonzept vor, dass etwa bestimmte Fluchtwege frei zu halten sind. Zahlreiche Helfer sorgen aktiv dafür, dass der Zug geordnet abläuft. Allein 35 Feuerwehrleute begleiten den Zug, das Rote Kreuz, Polizei und Ordnungsamt mit ihren Kräften. Zudem erfolgt eine Belehrung der Verantwortlichen in den Gruppen.

Mit dem offiziellen Startschuss um 13.30 Uhr soll auch für nächsten Jahre eine verbindliche Anfangszeit eingeführt werden. Diese bringe nicht zuletzt den Vorteil mit sich, dass das Ende des Umzug nicht mehr in die Dunkelheit rutscht.

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