Mit Konfettikanonen begrüßte dieses Team die Eröffnung des Dodgeball Beach Cups. © Jenny Kahlert
Olympischer Einmarsch

Mit Video: Dodgeball Beach Cup – Möge die Riesenparty beginnen!

Tokio war gestern. Heute ist Wenningfeld. Ausgelassener kann ein olympischer Einmarsch nicht sein. 2000 buntkostümierte Dodgeballer haben am Freitag den Dodgeball Beach Cup eröffnet. Eine Wiederauferstehung.

Dieser Engel hat Temperament. Juliana Robert (27) ist wohl die heimliche Teamchefin der Holy Dogs. Sie rückt energisch ihre großen weißgefiederten Flügel zurecht und reckt den Daumen in die Höhe und ruft: „Das ist das beste Event in Stadtlohn“. Ihr Team stimmt laut jubelnd ein.

Der Dodgeball Beach Cupi ist das beste Event in Stadtlohn, meint Juliana Robert.
Der Dodgeball Beach Cupi ist das beste Event in Stadtlohn, meint Juliana Robert.

Es ist Viertel vor zwölf, das Thermometer zeigt 22 Grad, die Sonne lacht vom blauen Himmel. Auf dem feinen weißen Sand nähert sich die Stimmung langsam aber sicher dem Siedepunkt. „Wir haben ja so lange darauf gewartet. Und wir haben alles dafür getan, um heute hier dabei sein zu können“, sagt Engel Julia, die im wirklichen Leben Krankenschwester ist.

„Wir wollen gewinnen!“, rufen neben an die Steinis. Ihr Lachen verrät, dass Gewinnen hier längst nicht alles ist. Die Steinis sind froh, wieder richtig unter die Menschen zu kommen und ausgelassen feiern zu können. „Ich habe mich dafür extra impfen lassen“, sagt „Steini“ Cemisa Hajru. „Eigentlich wollte ich das gar nicht.“

Bässe wummern, Konfetti fliegt, Mehl staubt

Jetzt ist es fünf vor zwölf. Der Beach wird geräumt. Die 2000 Dodgeballer sammeln sich zum großen olympischen Einmarsch. Die Bässe wummern, Konfetti fliegt durch die Luft. Und hier staubt Mehl. Das ist das Team Workout, das in diesem Jahr als Pizzabäcker daherkommt. „Wir haben richtig Bock!“, ruft Lukas Bauerdick, und und sein Team stimmt lautstark ein.

Nach dem Einmarsch ging es um Punkte auf den Spielfeldern.
Nach dem Einmarsch ging es um Punkte auf den Spielfeldern. © privat © privat

Die Heeker sind von Anfang an dabei und haben den Beach Cup schon im Berkelstadion lieben gelernt. „Das Festival-Feeling ist einfach unbeschreiblich“, sagt Lukas Bauerdick. Und jetzt ist es doppelt schön. „Es gab ja schon so lange nichts mehr. Jetzt können wir wieder Leute treffen“, sagt sein Teamkollege Marius Lürick.

Etwas abseits stehen Simon Kalinka, Jens Erning und Leonie Kenkenberg in leuchtend orangefarbenen Hosen. Sie sind die einzigen, die Maske tragen. Und sie sind nicht zum Spaß hier, sondern für den Fall der Fälle – als freiwillige DRK-Helfer. „Bislang ist alles ruhig, Zwischenfälle gab es noch nicht“, sagt Simon Kalinka.

Leonie Kenkenberg, Simon Kalinka und Jens Erning vom DRK Stadtlohn helfen im Fall der Fälle.
Leonie Kenkenberg, Simon Kalinka und Jens Erning vom DRK Stadtlohn helfen im Fall der Fälle. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Aus Erfahrung weiß er aber auch, dass es noch stressiger werden kann, je länger die Party dauert. „Aber die Grundstimmung ist hier ja immer fröhlich. Wir machen ja auch Sanitätsdienst auf Schalke. Da kann die Stimmung schon mal eher kippen, wenn jemand verliert.“

Auf dem Beach gibt es am Ende nur Gewinner

Beim Dodgeball Beach Cup gibt es am Ende ja nur Gewinner, meint auch Sebastian Sendfeld, der mit dem Ahauser Team HUMV antritt – das steht für „Hopfen und Malz sind verloren.“ Sebastian Sendfeld sagt: „Der Sport ist hier nur Nebensache, der Spaß steht im Vordergrund.“

Der olympische Einmarsch zieht über den Beach zur großen Bühne. Für einen ganz kurzen Moment wird es offiziell. Bürgermeister Berthold Dittmann eröffnet „die Spiele“. Er ruft dem Partyvolk zu: „Ich bin überwältigt von der Farbenfrohheit.“

Das Team Skihasen aus Vreden
Das Team Skihasen aus Vreden © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Der Bürgermeister wurde aber auch kurz ernst: Er dankte Teams für die hohe Impfquote. „Das zeigt, dass unsere Jugend da sehr diszipliniert rangeht. Wir arbeiten alle daran, zur Normalität zurückzukommen. Und das ist hier ein ganz großer Schritt heute.“ Dann ging sein Satz „Mögen die Spiele beginnen!“ im Jubel unter. Die Riesenparty hat begonnen.

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Stefan Grothues

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