Gute Stimmung bei den „Marktplatztönen": Die Band der Musikschule spielte "Hey Jude" und brachte das Publikum zum Mitsingen. © Anne Winter-Weckenbrock
Projekt Marktplatztöne

Mit Video: Livemusik macht gute Laune – Hunderte genießen die „Marktplatztöne“

Drei Tage Livemusik – das Projekt „Marktplatztöne“ konnte trotz Corona starten. Und das recht locker: Nur im Pulk vor der Bühne zu tanzen ist nicht erlaubt, genießen und feiern aber sehr wohl.

Livemusik, angenehmes Sommerwetter, viele gut gelaunte Menschen, die an Bierzeltgarnituren sitzen und neben der Musik auch kühle Getränke genießen: Der „Neustart Kultur“ gelingt bestens am Samstagmittag auf dem Markt in Stadtlohn. Husarenkapelle-Vorsitzender Thomas Lüfkens und Geschäftsführer Peter Tertling stehen am Rande des Geschehens und sehen zufrieden aus.

Sind sie auch, wie sie lachend zugeben. Bei allen Hochs, Tiefs und Zweifeln in der Vorbereitungszeit wegen der Corona-Pandemie gab es bei Bekanntwerden der neuen Schutzverordnung erstmal großes Aufatmen: Eine Freiluftveranstaltung ohne Tanz, weniger als 2500 Gäste bedeutete für den Veranstalter: keine Kontrolle der Gäste, ob sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Ein bisschen Freiheit – nur Tanzen ging nicht. „Da mussten wir am Freitag ein bisschen bremsen“, erzählt Peter Tertling. Stehend am Platz dürfen sich die Gäste natürlich zur Musik bewegen – aber nicht alle zusammen vor der Bühne. „Aber das Gute ist: Die Leute haben ja sofort Verständnis dafür“, ergänzt der Husaren-Geschäftsführer.

Gelungener Start am Freitagabend

Am Freitagabend startete das Projekt „Marktplatztöne“ mit Livemusik von der Husarenkapelle, von den „Drumpets“ und dem Ensemble „Altes Blech“. Nach Schätzungen der Veranstalter waren 1000 Zuhörer da. „Die 700 Plätze waren besetzt“, vermeldete Peter Tertling. Und viele Stehplätze und die der anliegenden Gastronomiebetriebe auch.

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Die „Juhus“, die „Jungen Husaren“, spielten am Samstagnachmittag beim Projekt „Marktplatztönen“ vor vielen Zuhörern. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

„Die Leute sind froh, dass wieder was geboten wird. Und die Musiker auch“, fasst Thomas Lüfkens seinen Eindruck zusammen. Die Laune trübte allein die Aussicht auf das stürmisch-nasse Wetter am Sonntag: Dann sollte das Projekt eigentlich mit Gottesdienst und dem großen Konzert der Husarenkapelle auf seinen Höhepunkt zugehen. Je nach Wetter müsse man entscheiden, ob es doch in die Stadthalle gehen müsse.

Ein lockeres Event waren die „Marktplatztönen“ am Samstagnachmittag: Die Jungen Husaren und die Ensembles der Musikschule spielten auf der Bühne, viele hörten zu und genossen es, bei schönem Wetter unter Menschen zu sein.
Ein lockeres Event waren die „Marktplatztönen“ am Samstagnachmittag: Die Jungen Husaren und die Ensembles der Musikschule spielten auf der Bühne, viele hörten zu und genossen es, bei schönem Wetter unter Menschen zu sein. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Aber am Samstagmittag herrscht erstmal die gute Laune vor, bei den Veranstaltern, den aktiven Musikern und den Gäste. Anne Maaßen ist mit Tochter Lia, Sohn Jonas und ihrem Neffen Thilo auf den Markt gekommen – der Nachwuchs tanzt zu „Mambo Nr. 5“, das die „Jungen Husaren“ gerade spielen. „Ich möchte die Instrumente sehen“, sagt Jonas.

Seinen Patenonkel Thomas Marpert hat er am Vorabend schon beim Auftritt der Husaren gesehen und gehört, „und dann haben die gesagt, heute ist was für Kinder“, erzählt der Kleine. Also nichts wie hin am Samstag. Seine Mutter Anne Maaßen genießt die lockere Veranstaltung: „Da fehlte was“, sagt sie im Rückblick auf die Corona-Zeit. „Und jetzt sind die Leute geimpft oder getestet, das ist ein erleichtertes Gefühl, das tut einfach gut.“

Von Jimi Hendrix über die Beatles bis hin zum freien Jam: die Band der Musikschule bekam viel Applaus für ihre Stücke.
Von Jimi Hendrix über die Beatles bis hin zum freien Jam: die Band der Musikschule bekam viel Applaus für ihre Stücke. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Die Band der Musikschule tritt dann auf die Bühne, es wird rockig und poppig mit Stücken von Jimi Hendrix bis von den Beatles. Bei „Hey Jude“ singen die Gäste auf Aufforderung sogar mit. Verschiedene Ensembles der Musikschule treten auf und stellen ihre Instrumente vor, die stellvertretende Musikschulleiterin Birgit Woltering erzählt, was alles angeboten wird. Dann gibt es wieder Musik – und Musiker wie Gäste gehen am Nachmittag gut gelaunt nach Hause.

Schwungvolle Töne gab es von den
Schwungvolle Töne gab es von den „Juhus“bei den „Marktplatztönen“ am Samstag. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Bei den „Marktplatztönen“, bei dem neben der Husarenkapelle die Stadt Stadtlohn und der Kreis Borken Mitveranstalter sind, geht es am Abend mit den Bands „Daddy Longleg“ und „Recall“ weiter, bevor am Sonntag der Open-Air-Gottesdienst und das große Husaren-Jahreskonzert den Abschluss bilden soll.

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Anne Winter-Weckenbrock

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