Nach den Suchschachtungen hatten Garten- und Landschaftsbauer die Arbeit aufgenommen. © Michael Schley
Pumpwerk

Nach Untersuchung: Gelände am „Fettpott“ wird erstmal zur Blühwiese

Die Suchschachtungen an der Mühlenstraße sind abgeschlossen. Die Ergebnisse fließen in die Planung zum erforderlichen Pumpwerk ein. So lange sollen auf dem Gelände erst einmal Blumen blühen.

Ein weiterer Schritt zur Hinterlandentwässerung im Hochwasserschutzprogramm ist gemacht: Die Planungen zum notwendigen Pumpwerk werden fortgesetzt. Wie berichtet hatte sich als Standort das Dreieck zwischen Berkel, Grabenstraße und Mühlenstraße – besser bekannt als „Fettpott“ – herausgestellt. Bis vor 30 Jahren gab es in diesem Bereich bereits ein Pumpwerk für den Abwasserbetrieb. Auch deshalb wurden dort nun Suchschachtungen durchgeführt.

Aufgrund dieser Vornutzung ergeben sich nach dem Rückbau des Geländes vor 15 Jahren schwierige Randbedingungen, im Boden waren Gebäudebestandteile aus der Vornutzung verblieben. Bei der Errichtung eines neuen Pumpwerkes wird nämlich ein tiefer Kellerraum als sogenannte Pumpenvorlage für die Pumpen benötigt. Das bedeutet, man braucht einen tiefliegenden Speicher, der sich im Bedarfsfall füllt, damit die Pumpe das Wasser dann fördern kann ohne Gefahr zu laufen, Luft ins System zu saugen.

Alte Kellerräume erfasst und Koordinaten ausgemessen

Um nähere Aufschlüsse darüber zu erhalten, wurden nun eben Suchschachtungen vorgenommen. „Die alten Kellerräume wurden erfasst, die Koordinaten ausgemessen“, erklärt Gerd Große Frericks vom Fachbereich 6 – Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Stadtlohn. Diese unterstützten nun die Basis, ob das Projekt an dieser Stelle umsetzbar sein wird.

Das Gelände wird provisorisch wiederhergestellt, eine Blühwiese soll noch folgen.
Das Gelände wird provisorisch wiederhergestellt, eine Blühwiese soll noch folgen. © Michael Schley © Michael Schley

Damit stehe man aber noch ganz am Beginn der Planung, so Große Frericks. Konkreter würde dieses Thema wohl eher im Jahr 2023. Im Zuge der Suchschachtungen musste die hochwertige Gestaltung des Platzes aufgegeben werden. Vor dem Hintergrund, dass der Platz in etwa zwei Jahren ohnehin komplett umgebaut werden könnte, wird aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung die bisherige Oberfläche nicht wiederhergestellt.

Mitarbeiter eines Garten- und Landschaftsbauunternehmens haben bereits ein Provisorium angelegt. „In den Aufgrabungsbereichen wird zudem temporär eine Blühwiese angelegt“, berichtet Gerd Große Frericks. Auf konkrete Ergebnisse zum Thema Hinterlandentwässerung hofft Gerd Große Frericks bereits gegen Ende des laufenden Jahres.

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