Klinikum Westmünsterland

Neue Strukturen: Saffé scheidet aus der Klinikum-Geschäftsführung aus

Michael Saffé verlässt das Stadtlohner Krankenhaus Maria Hilf. Vor 14 Jahren war er Geschäftsführer des Krankenhauses geworden. Seit 2018 war er in der Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterlands.
Michael Saffé verlässt das Krankenhaus Maria-Hilf und das Klinikum Westmünsterland © Klinikum Westmünsterland

Das Klinikum Westmünsterland stellt seine Geschäftsführung neu – und die kommt künftig ohne den bisherigen Geschäftsführer des Stadtlohner Krankenhauses, Michael Saffé, aus. Saffé und der Aufsichtsrat des Klinikums seien gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass Saffé zum Ende des Jahres aufhört. Nähere Einzelheiten gab das Klinikum am Montag auch auf Nachfrage nicht bekannt. Michael Saffé war zwölf Jahre Geschäftsführer im Krankenhaus Maria-Hilf Stadtlohn und anschließend zwei Jahre in der Gesamtgeschäftsführung des Klinikums tätig.

Einheitliches Kollegialorgan angestrebt

Das Klinikum, dass die Krankenhäuser in Bocholt, Rhede, Borken, Vreden, Ahaus und Stadtlohn betreibt, soll laut Pressemitteilung ein „einheitliches Kollegialorgan“ unter der Leitung des Sprechers der Geschäftsführung bekommen. Gesamtverantwortlicher Sprecher soll Ludger Hellmann sein. Hellmann, bislang schon Geschäftsführer im Klinikverbund, soll zudem einige besondere Geschäftsbereiche wie Unternehmensentwicklung, Recht und Compliance, Unternehmenskommunikation und betriebswirtschaftliche Bereiche übernehmen.

Die bisher an den Krankenhausstandorten tätigen Ortsgeschäftsführungen sollen zusammen mit der Gesamtgeschäftsführung in der Konzernzentrale in Ahaus zu einem einheitlichen Kollegialorgan unter der Leitung des Sprechers der Geschäftsführung zusammengeführt werden, heißt es.

Vierköpfige Gesamtgeschäftsführung

Neben Hellmann gehören zu diesem Gremium Dr. Björn Büttner (St. Marien-Hospital Borken, zudem zuständig für die Geschäftsbereiche Einkauf und Materialwirtschaft, Reinigung, Pharmazie und Pathologie, Herbert Mäteling (Krankenhaus St. Agnes-Hospital Bocholt-Rhede, zuständig für das angeschlossenes Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) sowie die Geschäftsbereiche EDV/IT, Laborversorgung und Hygienefragen) sowie Holger Winter (St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Stadtlohn-Vreden) zuständig für das dort angeschlossene MVZ und die Geschäftsbereiche Pflegenetz Westmünsterland und Personalwirtschaft.

„Hierarchieabau und kürzere Entscheidungswege“

Der Aufsichtsrat des Klinikums, Klaus Ehling, bezeichnet die Umstrukturierung als einen „ wichtigen Schritt zur zukunftsorientierten Ausrichtung des Klinikums Westmünsterland“. Hierarchie würden abgebaut und Entscheidungswege kürzer. Auch sollen die kaufmännischen Direktoren und Prokuristen der Krankenhausbetriebe stärker in die Führung von Tochtergesellschaften eingebunden werden, heißt es.

Das Klinikum hat an den sechs Standorten fast 1500 Betten und beschäftigt insgesamt rund 5200 Mitarbeiter.

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