Neuer Aldi-Markt soll am Schützenweg entstehen

Baubeginn 2017

Die Bauarbeiten für den neuen Aldi-Markt am Schützenweg/Vredener Straße können voraussichtlich im Sommer 2017 beginnen. Einstimmig hat in dieser Woche der Bau- und Planungsausschuss dem Entwurf des Bebauungsplans zugestimmt.

STADTLOHN

, 01.12.2016, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an dem laufenden Bebauungsplanverfahren in die Wege zu leiten. Nach Einschätzung von Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp könnte der Bebauungsplan - wenn alles glatt läuft - im Frühjahr 2017 verabschiedet werden.

Die Stadt hatte das Bebauungsplanverfahren im Herbst 2015 eingeleitet, nachdem Aldi die Absicht bekundete hatte, die bestehende Filiale am Südlohner Weg an den Schützenweg zu verlegen. Der Betreiber sieht am neuen Standort eine bessere verkehrliche Anbindung, vor allem auch Fußgänger und Radfahrer. Auch sei der neue Standort von Wenningfeld aus besser zu erreichen. Mit dem Umzug ist zugleich auch eine Erweiterung der Verkaufsfläche von 715 auf 1200 Quadratmeter verbunden.

Aus diesem Grunde war in den vergangenen Monaten zu klären, ob der neue Aldi-Markt am Schützenweg negative Folgen für den Einzelhandel in der Innenstadt haben wird. Das Ergebnis des Kölner Cima-Gutachters Dr. Wolfgang Haensch war eindeutig: Der neue Aldi-Markt führt "zu keinen abwägungsrelevanten Kaufkraftverlusten" für die Stadtlohner Innenstadt. Und weiter: "Das Vorhaben fügt sich in das als Entwurf vorliegende Nahversorgungskonzept der Stadt Stadtlohn ein."

Das vom Investor in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten indes prognostiziert eine stärkere Verkehrsbelastung und hält den Neubau einer Linksabbiegespur auf der Vredener Straße für erforderlich.

Querungshilfe geplant

Diese Linksabbiegespur und die damit verbundene Verschwenkung des Fuß- und Radweges Teil sind des Bebauungsplanentwurfs. Auch soll dort eine Querungshilfe für Fußgänger geschaffen werden. Über eine anteilige Finanzierung des Straßenumbaus sind die Stadt und der Investor im Gespräch.

Harald Musholt, sachkundiger Bürger der Grünen im Ausschuss, regte an, auch im Bereich der Schützenstraße eine Querungshilfe für Fußgänger zu schaffen. Das soll nun im weiteren Verfahren noch geprüft werden.

Die alten Industriehallen, die früher die Firma WRT-Laborbau und danach die Firma Tempelmann-Türentechnik beherbergten, werden abgerissen. Zurzeit werden sie noch als Lagerhallen genutzt. Durch Pflanzgebote im künftigen Parkplatzbereich werden zehn Prozent der heute noch versiegelten Fläche entsiegelt.

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