Ein gutes Augen und etwas Scheibengefühl - viel mehr braucht es zum Disc-Golfen nicht. © picture alliance / dpa
Trendsport

Neuer Trendsport: Im Losbergpark könnten bald Disc-Golf-Scheiben fliegen

Im Losbergpark könnte bald eine neue spielerische und sportliche Herausforderung auf Freizeitsportler und Familien warten. Die SPD schlägt den Bau einer Disc-Golf-Anlage vor.

Otger Harks ist im Golf-Fieber. Er schwingt aber keinen Schläger, sondern wirft möglichst zielgenau Frisbee-Scheiben. Disc Golf ist ein neuer Trendsport, der bald auch im Stadtlohner Losbergpark seinen Platz finden könnte. Die SPD-Fraktion, deren Vorsitzender Otger Harks ist, hat einen entsprechenden Antrag im Rat gestellt.

Disc Golf oder Frisbee Golf wird ähnlich gespielt wie das klassische Golfspiel, bei dem mit einem Schläger versucht wird, einen Ball in ein Loch zu befördern. Aber anstatt der Schläger und Bälle haben Disc-Golfer Frisbeesscheiben, die sie in einen Fangkorb aus Metall werfen – den Disc-Golf-Korb.

Neun-Körbe-Anlage in Reken

Otger Harks hat das Spiel durch einen seiner Söhne kennengelernt. Der wohnt im Bergischen Land und hat das Disco Golf mit seinen Freunden in der Corona-Zeit entdeckt. Ein Sport an frischer Luft und auf Abstand, ideal in pandemischen Zeiten, zumal man ihn auch alleine für sich spielen kann.

„Mein Sohn hat uns im Herbst zum Geburtstag in den Disc-Golf-Park in Reken eingeladen. Dort gibt es eine Neun-Körbe-Anlage“, erzählt Otger Harks. Der Nachmittag war ein Volltreffer für die ganze Familie. „Ich war so überrascht, wie viel Spaß das macht. Das kann wirklich jeder spielen. Und mit ein bisschen Übung wird man schnell treffsicherer.“

Anfänger-Scheiben-Set für 30 Euro

Genau wie beim klassischen Golf, bei dem verschiedene Schläger in unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden, gibt es beim Disc Golf eine Vielzahl an Scheiben, die sich in ihrem Flugverhalten unterscheiden. Disc Golfer unterscheiden grob zwischen „Driver“ (Weitwurfscheibe), „Mid-Range“ (für Annäherungswürfe) und „Putter“ (für den Wurf in den Korb).

„Für Anfänger gibt es Starter-Sets mit drei Scheiben, die kosten rund 30 Euro“, sagt Otger Harks. Ein Sport, den sich also jeder leisten kann. Auch ein Verleihen von Frisbee-Scheiben ähnlich wie bei Ball und Schläger an der Minigolfanlage seien möglich, so Otger Harks.

Aufwand für die Stadt ist gering

Für die Stadt ist der finanzielle Aufwand überschaubar, sagt er. Für die Disc-Golf-Anlage müssten nur Hinweistafeln und Fangkörbe aufgestellt sowie Abwurfpunkte markiert werden. Harks weiter: „Disc Golf kann ganzjährig gespielt werden, und die Bahnen verursachen keinen besonderen Pflegeaufwand.

Der Rat hat den Vorschlag der SPD in der letzten Sitzung des Jahres nicht diskutiert – aus Corona-Schutz-Gründen sollten aerosolfördernde Debatten möglichst vermieden werden. Anfang Februar wird der Bauausschuss über den Antrag beraten. Otger Harks trainiert derweil zuhause: „Ich habe mit mit Speiskübeln eine eigene kleine Disc-Golfanlage gebaut.“

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Stefan Grothues

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