Neuer Wertstoffhof für Stadtlohn am Schützenweg kostet rund 650.000 Euro

mlzWertstoffhof am Schützenweg

Der Stadtlohner Wertstoffhof muss verlegt werden, denn der Pachtvertrag läuft aus. Neuer Standort ist der Schützenweg. Noch in diesem Jahr soll er fertiggestellt werden.

Stadtlohn

, 10.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stadtlohn bekommt einen neuen Wertstoffhof. Die Planungen sehen vor, dass er noch in diesem Jahr vom bisherigen Standort an der Heinestraße auf ein größeres Grundstück am Schützenweg verlegt wird. Der Wertstoffhof wird betrieben von der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW). Für das Grundstück am Schützenweg wurde in Abstimmung mit der EGW eine Bauantragsplanung erstellt.

Die Kosten für die Umsetzung des Großprojekts liegen nach ersten Berechnungen bei rund 650.000 Euro. Mathias Pennekamp, Leiter des Bauamts bei der Stadt Stadtlohn, erklärte in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses: „Durch einen Eigentürmerwechsel des Grundstücks werden wir auf absehbare Zeit eine Lösung finden müssen. Denn der Pachtvertrag läuft aus.“

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Und die Pläne für den neuen Wertstoffhof auf dem 4000 Quadratmeter großen Areal sind weit vorangeschritten. Mathias Pennekamp stellte sie dem Bauausschuss vor. Vorgesehen sind riesige Schüttboxen und Container, an denen Privatpersonen ihren Abfall entsorgen können. Die Anlage wird eingezäunt, ist aber zu den Betriebszeiten für Fahrzeuge befahrbar. Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Altkleider und Altglas abgegeben werden.

Pläne finden im Bauausschuss Anklang

Die Pläne fanden im Bauausschuss Anklang. Erwin Plate (UWG) erklärte: „Das Konzept ist stimmig. Wir denken, das wird funktionionieren.“ Marie-Theres Dücker (CDU) stimmte zu: „In meinen Augen sieht der neue Wertstoffhof sehr zweckmäßig aus.“ Allerdings regte sie an, im Einfahrtsbereich zusätzliche Markierungen anzubringen.

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„Dann wissen die Autos genau, wo sie halten können, wenn sie ihren Abfall entsorgen wollen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es einen Rückstau bis auf den Schützenweg gibt“, so Dücker. Bei einer acht Meter breiten Zufahrt müsse es möglich sein, dass zwei Pkw nebeneinander passen.

Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen

Martin Kömmelt (UWG) fragte, ob eine Waage zur Messung von großen Abfallmengen vorgesehen sei. Das verneinte Mathias Pennekamp und erklärte: „Wir wollen gar keinen gewerblichen Abfall, sondern nur Haushaltsmengen. Der Wertstoffhof ist nur für den Einzelbedarf vorgesehen. Der Müll wird komplett abgeholt und andernorts gebrochen.“

Was mit der noch nicht verplanten, mehrere hundert Quadratmeter großen Fläche neben dem Wertstoffhof, die ebenfalls von der Stadt erworben wurde, passiert, ist noch nicht genau geklärt. Mathias Pennekamp dazu: „Es bleibt zunächst eine Freifläche. Wenn wir sie verkaufen würden, wäre der Wertstoffhof in seiner Größe für immer beschränkt. Und wer weiß, wie der Bedarf in Zukunft aussieht.“

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