Nikolaustüten: Stadt Stadtlohn springt nach Theaterabsage in die Bresche

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Im Corona-Jahr braucht auch der Nikolaus Hilfe, damit er den Kindern mit gut gefüllten Tüten eine Freude machen kann. Der Rat der Stadt Stadtlohn hat weitere freiwillige Hilfen beschlossen.

Stadtlohn

, 07.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich finanziert die Stadtlohner Nikolausgesellschaft Jahr für Jahr mit ihren stets ausverkauften Theatervorstellungen die Nikolausbescherung für die Kinder.

Doch schon im Sommer beschloss der Vorstand der Niklausgesellschaft, die Theatervorstellungen wegen der Coronapandemie in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Die Politik lässt den Nikolaus aber nicht im Stich.

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Einstimmig und ohne jede Diskussion beschloss der Rat jetzt auf Antrag der Nikolausgesellschaft, für die Finanzierung der Nikolaustüten einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro aus der Geschwister-Hakenfort-Stiftung zu gewähren.

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Auch die Stadtlohner Husaren können in Coronazeiten auf die Unterstützung der Stadt bauen. Weil sie ihr großes Herbstkonzert am kommenden Wochenende (10. und 11. Oktober) wegen des Infektionsschutze zweiteilen müssen, wächst das erwartete Defizit auf rund 2600 Euro an. Der Rat handelte auch hier ohne Diskussion und gewährte einstimmig einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro.

Unterstützung für Entwicklungshilfeprojekte

Desweiteren unterstützt die Stadt Stadtlohn wieder einstimmig bei vier Enthaltungen das Engagement von Stadtlohnern in Entwicklungshilfeprojekten mit insgesamt 4000 Euro.

„Jacintas Kinder“: Der Verein „Jacintas Kinder“ unterstützt seit mehr als 25 Jahren die „Kleine Schule Sonnenstrahl“ in der Dominikanischen Republik. 400 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen erhalten in der „Kleinen Schule Sonnenstrahl“ schulische Bildung und psychosoziale Förderung. Der Rat gewährte 1200 Euro Zuschuss.

„Urwaldhospital Litembo“: Über 1000 Euro kann sich der Freundeskreis des Urwaldhospitals Litembo freuen. Schwester Maria Meiss aus Büren, hat das Hospital in Tansania mit aufgebaut. Das Geld wird für einen Generatormotor gebraucht, um die Stromversorgung mit Wasserkraft sicherzustellen.

Aktionskreis Pater Beda: Jugendliche und Kinder in Brasilien sind besonders von Corona betroffen. Die Betreuung fehlt, die Schulspeisung entfällt. Die 800 Euro Unterstützung der Stadt Stadtlohn will der Aktionskreis für die Grundversorgung von Familien verwenden.

Schwester Bernita in Lima: 800 Euro erhält die KFD St. Joseph, die die Entwicklungsarbeit der Stadtlohner Schwester Bernita geb. Agnes Lammers in Lima unterstützt. In Peru herrsche wegen Corona eine dramatische Situation, hat Schwester Bernita der KFD in Stadtlohn berichtet: „Der Notstand wird immer größer, weil viele ihre Arbeit und damit ihr Einkommen verloren haben.“

Strickkreis des Seniorenwohnheims St. Josef: Der Strickkreis erhält 200 Euro für Wolle und anderes Material. 15 Frauen, Bewohner und weitere Ehrenamtliche Helfer häkeln und stricken Kleidung und Decken für die Missionsarbeit in Namibia.

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