Die 18 E-Ladesäulen der SVS-Versorgungsbetriebe in Stadtlohn, Vreden und Südlohn werden am 1. April scharfgeschaltet. Dann endet der kostenlose Probebetrieb; von links: Clemens Lösing (Leitung Vertrieb), Stefan Emming (Bereichsleitung Strom/LWL) und Thomas Spieß (Geschäftsführung). © Stefan Grothues
E-Mobilität

Offizieller Start für Ladesäulen-Netz in Stadtlohn, Vreden und Südlohn

Strom für 400.000 Kilometer mit dem E-Auto haben die SVS-Versorgungsbetriebe in den letzten Monaten verschenkt. Ab dem 1. April aber werden E-Auto-Besitzer an den SVS-Ladesäulen bezahlen müssen.

Genau18 E-Ladesäulen haben die SVS-Versorgungsbetriebe in den vergangenen Monaten in Stadtlohn (7), Vreden (6) und Südlohn (5) mit Fördermitteln des Landes NRW installiert. Bislang konnten E-Autofahrer ihre Akkus dort im Probebetrieb kostenlos aufladen. Damit ist es am 1. April vorbei.

55.000 Kilowattstunden spendierten die SVS-Versorgungsbetriebe für die Förderung der E-Mobilität in Stadtlohn, Vreden und Südlohn. „13 Kilowattstunden entsprechen in etwa einer Fahrleistung von 100 Kilometern“, sagt Clemens Lösing.

Geschenkter Strom reicht für zehn Weltumrundungen

Rein rechnerisch reichten die 55.000 Kilowattstunden also für mehr als 400.000 Kilometer. Mit anderen Worten: Die SVS-Versorgungsbetrieben haben den E-Autofahrern in der Region zehn Weltumrundungen geschenkt.

Bei vielen E-Autos reicht eine Akku-Ladung für gut 100 Kilometer. Fernreisen sind noch nicht die Stärke der E-Mobilität. Immerhin konnten die E-Autofahrer mit dem geschenkten Strom viele emissionsfreie Kurzstreckenfahrten rund um Stadtlohn, Südlohn und Vreden zurücklegen.

Testphase ende am 1. April

Am 1. April endet die kostenlose Testphase. Ab dann können E-Autofahrer nur noch gegen Bezahlung an den E-Ladestellen der SVS Strom tanken – per App, Payal, Giropay oder Kreditkarte. 39 Cent kostet eine Kilowattstunden. Clemens Lösing: „Das ist mit fünf Euro pro 100 Kilometer günstig im Vergleich zu benzin- oder dieselbetriebenen Autos.“

Für SVS-Kunden ist das Stromtanken noch günstiger. Mit der SVS-Ladekarte kostetet die Kilowattstunde nur 26,95 Cent. Die genauen Standorte der Ladesäulen sind ab dem 1. April auf der Homepage der SVS zu finden.

Fragen zu den Tarifen und Standorten sowie zu Fördermöglichkeiten für private Ladeboxen beantworten die SVS unter Tel. (02563) 93450 oder per E-Mail unter emobilitaet@svs-versorgung.de.

Fünf weitere Standorte in Stadtlohn geplant

In Stadtlohn sollen nach dem erklärten Willen der Stadt noch fünf weitere Standorte hinzukommen. Mindesten so wichtig wie das öffentliche Netz sei aber die Installation von Ladeboxen in privaten Haushalten, sagt SVS-Geschäftsführer Thomas Spieß. „Unsere Region ist von Eigenheimbesitzern geprägt. Da bietet sich ein Aufladung über Nacht zuhause an.“

Stefan Emming, SVS-Bereichsleiter für das Stromnetz, macht darauf aufmerksam, dass die KFW-Bank die Installation der Ladeboxen in privaten Haushalten mit 900 Euro fördert. Die SVS unterstützt solche Vorhaben bei der Beantragung eines Netzanschlusses zusätzlich mit 25 Euro und weiteren 25 Euro für den Grünstromvertrag. Denn für die Ladeboxen ist grüner Strom Fördervoraussetzung. Der SVS-Bonus, so Clemens Lösing, entspreche immerhin 185 Kilowattstunden – also 1500 geschenkten Kilometern.

Installation privater Ladeboxen muss bei den SVS angemeldet werden

Wichtig sei, dass die Installation der Boxen bei den Stadtwerken angemeldet werde, um das Netz bedarfsgerecht gestalten zu können. Thomas Spieß: „Wenn abends in einer Straße alle gleichzeitig ihr Auto aufladen, dann ist die Grundlast um ein Vielfaches erhöht. Darauf müssen wir den Netzbetrieb einstellen.

230 Anfragen für eine private Ladebox liegen den SVS-Versorgungsbetrieben vor. 150 Boxen sind bereits installiert. Und wie sieht es mit dem Fuhrpark der SVS-Versorgungsbetriebe aus? Der wird zurzeit noch Verbrennungsmotoren dominiert. Einem E-Auto und einem Hybridauto stehen vier Erdgas-, vier Diesel- und Benzin-Fahrzeuge gegenüber. Thomas Spieß: „Wir werden den Anteil der E-Autos erhöhen. Aber wir werden weiterhin wegen der Reichweiten auch auf Verbrennungsmotoren im Fuhrpark setzen müssen.“

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Stefan Grothues

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