Photovoltaikanlage erzeugt Strom auf dem Schuldach

14.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn Abgenommen und für gut befunden - für Josef Wansing kann ab sofort die neue Photovoltaikanlage auf dem Geschwister-Scholl-Gymnasium ihrer Bestimmung nachkommen. Zusammen mit Bürgermeister Helmut Könning, Schulleiter Bernhard Gemsa und Jürgen Lesker, Geschäftsführer des ausführenden Stadtlohner Unternehmens ENLES GmbH & Co. KG, nutzte der Vorsitzende des Fördervereins die Gelegenheit, die neue Einrichtung in Augenschein zu nehmen.

Die 10,56 kWp-Photovoltaikanlage liefert nun rund 8000 Kilowattstunden Strom im Jahr. "Dies entspricht in etwa dem Verbrauch zweier durchschnittlicher Haushalte", so Lesker. Die Idee zur Einrichtung einer Technik zur Erzeugung regenerativer Energie sei schon im Zuge des Neubaus der Schule entstanden, so Gemsa. Aber: "Wäre die Stadt als Träger eingesprungen, hätte sich die Anlage nicht gerechnet", erläutert Gemsa. Nach umfassender Prüfung der Rechtslage stellte sich die Situation anders dar, übernähme der Förderverein die Trägerschaft. Wansing hatte sich stellvertretend sofort von dem Vorhaben überzeugt gezeigt, betont aber, dass "keine Förderbeiträge der Eltern für die Finanzierung genutzt wurden". Diese Vorfinanzierung - die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 62 000 Euro - übernahm die Stadt, das Land Nordrhein-Westfalen steuerte einen pauschalen Zuschuss von 5000 Euro bei. Entsprechend wird der Großteil der Erträge - diese belaufen sich jährlich auf circa 4000 Euro - zur Tilgung der Finanzierungssumme verwandt, ein weiterer Teil wird dem Förderverein zufließen - ein positiver Nebeneffekt. Denn: "So können wir dieses Geld gezielt für den Unterrichts- und Schulalltag einsetzen", so Wansing.

Als erstes Projekt könne sich Gemsa die Anschaffung einer elektronischen Tafel vorstellen, um den Einsatz moderner Medien weiter voranzutreiben. Und: "Aus Sicht der Stadt wird sich die Anlage schnell amortisieren", sieht Könning auch den finanziellen Aspekt als abgesichert an. ms

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