Politik hat noch Fragen

Neuer Kindergarten

Die Planungen für einen neuen Kindergarten am Bomerskamp sind inhaltlich einen Schritt weiter gekommen – formal aber noch nicht: Der Bauausschuss hat einstimmig beschlossen, das Thema in eine der nächsten Sitzungen zu vertagen.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 05.10.2011, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Bomerskamp soll ein neuer Kindergarten entstehen. Der Bauausschuss ist zwar im Grunde durchaus für das Projekt. Doch in Sachen Erschließung und weitere Bebauung gibt es aus seiner Sicht noch weiteren Klärungsbedarf.

Am Bomerskamp soll ein neuer Kindergarten entstehen. Der Bauausschuss ist zwar im Grunde durchaus für das Projekt. Doch in Sachen Erschließung und weitere Bebauung gibt es aus seiner Sicht noch weiteren Klärungsbedarf.

Das Echo im Bauausschuss fiel besser aus als auf den ersten Vorschlag. Doch auch an der neuen Planung gab es Punkte, die manchem Ausschussmitglied nicht ganz unproblematisch erschienen. „Wichtig ist, dass an dieser Stelle ein Kindergarten entsteht, der allen Anforderungen entspricht und nicht nur durch die Brille des Investors gesehen wird“, so Josef Wansing (CDU). Durch die zusätzliche Wohnbebauung könne wieder Ärger drohen, wies er auf die neue Situation mit den Parkplätzen hin, die zwischen Kindergarten und neuer Wohnbebauung liegen sollen. Franz-Josef Demes (SPD) zeigte sich von dem neuen Entwurf für den Kindergarten an sich angetan. Allerdings erschien ihm die vorgesehene Freifläche eher klein. Auch wollte er mehr darüber wissen, wie die geplante Bebauung überhaupt aussehen solle. Bürgermeister Helmut Könning betonte, dass die Planungen für die Kindergarten nach Auskunft des Investors mit der Kirche als Träger abgestimmt seien. Pro Gruppe müsse eine Freifläche von 400 Quadratmetern eingeplant werden, so dass bei einer Drei-Gruppen-Einrichtung insgesamt 1200 Quadratmeter Freifläche nachgewiesen werden müssten.

„Der Investor soll einen funktionierenden Kindergarten darstellen“, meinte Erwin Plate (UWG) und forderte eine Vertagung des Punktes. Nicht zuletzt müssten auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden. Martin Wirth (FDP) sprach sich ebenfalls für eine Vertagung aus. „Die Mütter haben es beim Bringen oder Abholen der Kinder eilig. Die werden nie so parken“, meinte er mit Blick auf die schräg angeordneten Parkboxen. „Der Investor ist bereit, das Projekt im Bauausschuss vorzustellen“, meinte Bürgermeister Könning. Das soll jetzt bald passieren.

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