Rat stimmt für Radweg

Bahntrasse

Auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Kreuzstraße und Vredener Straße soll ein Radweg entstehen. Nach dem Bauausschuss hat sich nun auch der Rat dafür ausgesprochen, dazu einen Bebauungsplan aufzustellen.

STADTLOHN

20.12.2011, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Ratsmehrheit hat sich dafür ausgesprochen, die alte Bahntrasse künftig als Radweg zu nutzen.

Die Ratsmehrheit hat sich dafür ausgesprochen, die alte Bahntrasse künftig als Radweg zu nutzen.

Die FDP-Fraktion mochte hingegen den Beschluss nicht mittragen. Marlies Dertmann erklärte, dass es in Stadtlohn noch zahlreiche Radwege geben würde, die sich in einem schlechten Zustand befänden. Die Stadt solle lieber in deren Reparatur statt in einen teuren Neubau investieren. Diese Verknüpfung nicht zulassen mochte hingegen SPD-Fraktionsvorsitzender Otger Harks: Er verwies darauf, dass es bei dem Neubau um eine Investition gehe, für die die Stadt mit einer Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen rechnen könne – im Unterschied zu Sanierungsmaßnahmen am bestehenden Radwegenetz. Zudem besitze der neue Radweg eine besondere Funktion als Verbindung, die ausschließlich Radfahrern zur Verfügung komme. Der Stadt müsse es sehr gut gehen, wenn sie es sich leisten könne, neue Radwege zu bauen und alte nicht zu sanieren, bemühte sich FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Schöning noch einmal um eine zugespitzte Argumentation gegen den neuen Radweg.

Ohne Erfolg: Der Rat stimmte mit großer Mehrheit für die Aufstellung eines entsprechenden neuen Bebauungsplans. Zuvor hatte sich auch Bauamtsleiter Wolfram Höltken noch einmal aus Sicht der Verwaltung für einen solchen Beschluss eingesetzt: Der neue Radweg werde insbesondere bei den Schulkindern eine hohe Attraktivität haben und gut angenommen werden, sagte er. Mit der kommenden Nutzung kann dieser Teil der alten Eisenbahnstrecke doch noch für Verkehrszwecke reaktiviert werden. Allerdings steht dieser unter ganz anderen Vorzeichen als die vorangegangenen Bemühungen der Stadt: Jahrelang war an einer innerörtlichen Entlastungsstraße geplant worden.

Am Ende allerdings erfolglos: Auf juristischem Wege war schließlich die Verwirklichung dieser Absicht gestoppt worden (Münsterland Zeitung berichtete). In der Zeit danach hatte die FDP vorgeschlagen, die Flächen an die Anlieger zu verkaufen.

Lesen Sie jetzt