Stadtlohner Jugendfußballer beim Training. Der SuS wartet dringlich auf neue Duschräume und Umkleidekabinen. © Stefan Grothues
Kommentar

Rathaus muss nicht nur handeln, sondern auch reden

Stadtlohns SuS-Fußballer sind enttäuscht: Schon über ein Jahr sind die maroden Umkleiden geschlossen. Dabei ist das Rathaus am Ball. „Ihr müsst aber auch darüber reden“, meint Stefan Grothues.

Ein Spiel dauert 90 Minuten. Eine politische Entscheidung ist aber auch in 90 Tagen noch nicht zu haben. Und das ist auch gut so, wenn es um viel Geld geht. Um Steuergeld. Um unser aller Geld. Ich erwarte, dass im Stadtlohner Rathaus gründlich nachgedacht wird, bevor mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben wird.

Doch die maroden Duschen und Umkleiden der Jugendfußballer des SuS Stadtlohn sind nun schon seit weit mehr als einem Jahr nicht mehr zu benutzen. Kein Wunder, dass der Unmut der Betreuer und der Nachwuchskicker wächst. Die Fußballer sehen sich ins Abseits gestellt. Ungeduscht und ungehört.

Ohne Worte geht es nicht

Dabei war die Bauabteilung des Rathauses 2020 schnell zur Stelle, hat den Schaden analysiert, Kosten ermittelt und Förderanträge gestellt. Im Fußball spielt aber auch eine gute Kommunikation eine sehr wichtige Rolle. Die Spieler müssen auch ohne Worte erkennen, was die Teamkollegen vorhaben.

Im wirklichen Leben aber muss gesprochen werden – gerade dann, wenn Bauexperten und Politiker auf Sportler treffen: über Erwartungen, Wünsche, Abläufe, Alternativen und Kosten. Das ist in diesem Fall offenbar nicht ausreichend geschehen. Aber das Spiel ist ja noch nicht vorbei. In der Verlängerung ist noch ein versöhnlicher Schluss möglich. Am Dienstag beraten die Politiker und Experten. Öffentlich.

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