Retter arbeiten bei Großübung als perfektes Team

25.06.2008, 20:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK stand jetzt bei einer Großübung an der Losbergschule auf dem Prüfstand. Ausgangslage war eine angenommene Verpuffung nach einem Unfall im Umgang mit Chemikalien durch eine Projektgruppe im Chemieunterricht. Die Schüler hatten sich "Verletzungen" im Gesicht und an den Händen zugezogen und "giftige Dämpfe" eingeatmet. Eine Lehrerin konnte den Klassenraum noch mit zwei Schülern verlassen, und bei Eintreffen der Feuerwehr erste, wenn auch nicht vollständige Informationen zum Hergang des Unfalls machen, da sie selbst aufgrund des Vorfalls noch stark unter Schock stand.

Die Feuerwehrleute nahmen einen massiven Atemschutzangriff vor - und hatten Krankentragen dabei, um die noch im Klassenraum befindlichen Schüler zu retten. Wegen der starken Rauchentwicklung kam die Wärmebildkamera zum Einsatz. Wegen der nicht bekannten Zahl der zu rettenden Personen entschied sich die Einsatzleitung der Feuerwehr, das DRK zu alarmieren, um die Versorgung der Verletzten nach der Rettung aus dem Gebäude zu gewährleisten.

Diese Alarmierung mit den neu beschafften Funkmeldeempfängern verlief reibungslos, so Juliane Rehkamp als Einsatzverantwortliche des DRK. In weniger als 30 Minuten war das Versorgungszelt aufgebaut und die Verletzten, professionell gemimt vom Jugendrotkreuz Ahaus, konnten nach der Erstversorgung durch den Feuerwehrarzt Dr. Kuckuck, übergeben werden zur weiteren Behandlung vor dem Abtransport in die Unfallaufnahmestationen der anliegenden Krankenhäuser.

Die Manöverkritik fiel durchweg positiv aus. Es wurde beschlossen, bei derartigen Einsatzszenarien künftig funktechnisch noch enger zusammenzuarbeiten, etwa durch Anforderung des ELW 2, des Einsatzleitwagens auf Kreisebene, zur besseren Koordination von größeren Schadensereignissen.

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