Riester spricht bei Unternehmerfrühstück

Offenes Gespräch

Klar, dass ein ehemaliger Bundesminister wie Walter Riester ebenso launige wie spannende Anekdoten im Gepäck hat. Sie spielten aber nur eine kleine Nebenrolle beim Unternehmerfrühstück, zu dem die Stadt gemeinsam mit der VR-Bank Westmünsterland am Freitag in die Mensa der Losbergschule eingeladen hatte.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 21.10.2011, 12:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Riester warf einen kurzen Blick zurück auf die Phase, in der er von Gerhard Schröder ins Kabinett berufen wurde. Es sei ihm damals wichtig gewesen, ein Bewusstsein für den Wandel zu wecken: immer mehr Rentner bei gleichzeitig längerer Bezugsdauer und dem Wunsch, den Lebensstandard zu halten – dass das nun mit zusätzlicher privater Vorsorge zu schaffen sei, setzte er als Gedanken auf die politische Tagesordnung. Offen bekannte er, dass er die nach ihm benannte Form des Vorsorgesparens damals am liebsten obligatorisch gemacht hätte – das war aber nicht durchsetzbar. Dennoch habe sich die „Riester-Rente“ zum Erfolgsmodell entwickelt, verwies er auf inzwischen 14,8 Millionen freiwillige Sparer. Gleichzeitig schlug er den Bogen zur betrieblichen Vorsorge – steuerbefreite Rückstellungen, bei denen auf den Betrieb selbst nicht einmal eine Belastung zukommen müsse. Nicht zuletzt steckten darin Möglichkeiten, qualifizierte Arbeitnehmer an den Betrieb zu binden.

Die Unternehmer nutzten die Möglichkeit, dem Ex-Bundespolitiker Fragen zu stellen. Dabei berührten sie Themen wie Inflationsangst oder demografischer Faktor. Und unter dem Strich konnten alle die Erkenntnis mitnehmen: Wieviele Möglichkeiten im Riester-Modell für jeden stecken können, ist manchen noch gar nicht bewusst.

Lesen Sie jetzt