Rücklage der Stadt Stadtlohn ist mit mehr als zehn Millionen Euro auf Rekordhöhe

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„Wir können zuversichtlich ins neue Jahr gehen.“ Der Optimismus des Stadtlohner Bürgermeisters gründet sich auf eine konkrete Geldsumme. Die Rücklage wächst auf über zehn Millionen Euro.

Stadtlohn

, 18.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Haushalt der Stadt Stadtlohn steht Ende des Jahres um 1,2 Millionen Euro besser da, als Anfang des Jahres gedacht. Diese erfreuliche Mitteilung hat Kämmerer Matthias Wesker jetzt im Haupt- und Finanzausschuss gemacht. Die positive Entwicklung ist vor allem dem Erfolg der Stadtlohner Unternehmen zu verdanken.

Die Stadtlohner Wirtschaft wird bis zum Jahresende nach der Prognose des Kämmerers 14,5 Millionen Euro Gewerbesteuer zahlen – 800.000 Euro mehr als erwartet. Daran ändern wohl auch drei Firmen aus Bulgarien nichts, die in Stadtlohn noch als säumige Steuerzahler geführt werden. „Es ist in diesem Fall schwierig, an das Geld zu kommen. Die Forderungen können nicht eingetrieben werden“, so Matthias Wesker in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung.

Erfreulich ist für die Stadtlohner auch die im Vergleich zum Vorjahr um 200.000 Euro höhere Gewinnausschüttung der SVS-Versorgungsbetriebe. Unterm Strich positive Effekte habe hier die Übernahme des defizitären Bäderbetriebs durch die SVS gebracht.

Nur Eichenprozessionsspinner brachte Mehrausgaben

Bei den nach Bürgermeister Helmut Könnings Worten „fast durchweg guten Nachrichten“ sind die unerwarteten Ausgaben für den Eichenprozessionsspinner besser zu verschmerzen.

In diesem Jahr haben vier Spezialfirmen im Auftrag der Stadt 178 Nester von Eichenprozessionsspinnern abgesaugt, um Schulhöfe, Wanderwege oder Sportanlagen zu schützen. 80.000 Euro hat das gekostet. Weitere 14.000 Euro kostete der Aufwand, den der Bauhof mit dem Eichenprozessionsspinner hatte.

Das ändert aber nichts an der insgesamt positiven Haushaltsentwicklung. 1,5 Millionen Euro kann die Stadt in diesem Jahr auf die hohe Kante legen.

Damit knackt die Ausgleichsrücklage die Zehn-Millionen-Grenze und erreicht einen neuen Rekordstand. Nach den Krisenjahren 2014/2015 war die Rücklage auf 3,4 Millionen Euro geschrumpft. Seit 2016 ist die Rücklage kontinuierlich gestiegen.

So geht es nicht immer weiter. „Wir sind auf einem hohen Niveau, das wir dauerhaft wohl nicht halten können“, sagt Kämmerer Matthias Wesker. Immerhin: Nach der Prognose des Landes werden die Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2020 noch um 0,2 Prozent steigen.

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