Runder Tisch befasst sich mit der aktuellen Sicherheitslage in Stadtlohn

STADTLOHN Vier Passanten waren am 10. März einem Schüler zu Hilfe gekommen, als Unbekannte versuchten, ihm Geld und Handy zu rauben. Ein nachahmenswertes Beispiel von Mut im Alltag, findet Erster Beigeordneter Karlheinz Pettirsch.

27.03.2009, 14:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Auch wenn wir noch nicht wissen, wer dem Jugendlichen zur Hilfe kam, bedanken wir uns schon jetzt bei den vier Personen. Sie haben das gezeigt, was wir in Stadtlohn und auch woanders brauchen: Zivilcourage" sagte Stadtlohns Erster Beigeordneter, Karlheinz Pettirsch. Leider komme es auch in Stadtlohn zu Straftaten, wobei diese zu einem großen Teil von ganz bestimmten Gruppen ausgehen würden, so Pettirsch. Doch in diesem Fall habe eine Straftat erfolgreich verhindert werden können, weil mutige Bürger beherzt gehandelt hätten. "Wenn alle Stadtlohner mitmachen und eingreifen statt weiterzugehen, wenn Zeugen eine Aussage machen statt zu schweigen, dann gelingt es der Polizei auch, die Täter zu überführen. Wir sind auf die Zivilcourage unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger angewiesen", sagte Pettirsch.

Bei einem Termin des "Runden Tisches" mit der Polizei, dem Ausländeramt, dem Jugendamt, dem Jugendwerk und der Stadt in der vergangenen Woche wurde die aktuelle Sachlage erörtert und die weitere Verfahrensweise abgesprochen. "Die Erfolge der Polizei in der letzten Zeit konnte man ja in der Zeitung nachlesen", sagte Pettirsch, "und wir sind ganz zuversichtlich, dass sich auch in Zukunft noch einiges tun wird. Soweit Ausländer beteiligt sind, wird auch die Ausländerbehörde des Kreises Borken eingeschaltet."

Sicherheitsdienst

Nach der Polizeistatistik sei Stadtlohn kein Kriminalitätsschwerpunkt, auch in letzter Zeit sei es recht ruhig gewesen. Dennoch werde auch in Zukunft anlassbezogen ein Sicherheitsdienst in der Innenstadt eingesetzt, der die bekannten problematischen Stellen im Auge habe.

Mit der "Aktion tu was" habe man auf die Bedeutung der Zivilcourage hingewiesen und sie zeige erste Erfolge. Insbesondere werde auch für die Jugendarbeit etwas getan, denn die neue Mitarbeiterin des Jugendwerkes stehe allen Jugendlichen für deren Probleme als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Die Teilnehmer des Runden Tisches stellten fest, dass alle Behörden das ihnen Mögliche machen. Wenn die Bevölkerung sich nicht von einer kleinen kriminellen Gruppe in ihren Freiheiten einschränken lasse und sie Opfern einer Straftat mutig zur Seite stehte und Zivilcourage zeige, dann sei es möglich, den Tätern einen Riegel vor die Tür zu schieben.

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