Samba - ganz ohne Karneval

05.06.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Zur Eröffnung zeigen die Jugendlichen aus Brasilien einen Tanz zu Ehren des Heiligen Josef. "Er zeigt die tiefe Religiosität der Brasilianer", erläuterte Pater Beda.  MLZ-Fotos (2) Winter-Weckenbrock</p>

<p>Zur Eröffnung zeigen die Jugendlichen aus Brasilien einen Tanz zu Ehren des Heiligen Josef. "Er zeigt die tiefe Religiosität der Brasilianer", erläuterte Pater Beda. MLZ-Fotos (2) Winter-Weckenbrock</p>

Stadtlohn "Bildung ist der Weg in die Zukunft, auch in Brasilien", betonte Pater Beda am Mittwoch - vor mehr als 600 Schülerinnen und Schülern aus Owwering-, Herta-Lebenstein- und St.-Anna-Realschule, die an diesem Vormittag Unterricht einmal anders erlebten und auf besondere Weise etwas für ihre Bildung tun konnten: In drei Vorführungen in der Aula der St.-Anna-Realschule zeigte eine Gruppe Jugendlicher aus den Förderprojekten Pater Bedas mit Tanz und Theater die "Gesichter Brasiliens" - so der Titel.

Geschichte Brasiliens

Zwölf junge Leute aus dem früheren Kinderdorf "cidade da crianca" aus Nordost- Brasiliens nehmen die Schüler mit auf eine Reise durch die Geschichte Brasiliens und führen ein in das Zusammenspiel der Kulturen dort. Schlaglichtartig werden die Probleme der Armen gezeigt. Pater Beda gibt textliche Erläuterungen dazu, erzählt, dass es in Brasilien 60 000 Gewalttaten im Jahr gibt, dass die Armut - von denen meist die Nachkommen der Sklaven betroffen sind - weiter wächst, dass die Jugendlichen, mit denen er rund um den Katholikentag in Deutschland unterwegs war, es hier in Deutschland so sicher empfunden haben: "Hier kann man überall herumlaufen. In Brasilien müssen wir auf Schritt und Tritt Angst haben", habe einer der Brasilianer gesagt. Die Stadtlohner Schüler erfuhren, dass Samba in erster Linie nichts mit Karneval zu tun hatte: Ursprünglich habe der Tanz den Sklaven geholfen, die harte Arbeit aushalten zu können: "Sie haben verstanden, dass Gott seine Hand auf ihre Seele gelegt hat. Deshalb tanzten sie bei Tag und Nacht," so Pater Beda.

Lebensfreude

"Mit Lebensfreude und Lebenskraft" wollten die Jugendlichen aus Brasilien zeigen, was sie gelernt haben in den in den von Pater Beda unterstützten Einrichtungen der Jugendbildungs- und förderbewegung. ewa

Der Aktionskreis Pater Beda hatte zum Katholikentag zusammen mit Adveniat und dem päpstlichen Kindermissionswerk zwei Jugendgruppen nach Deutschland eingeladen.

Lesen Sie jetzt