Schlagzeugsolo entführt in andere Sphären

Stadtlohn Klassik

STADTLOHN Faszination Percussion war am Sonntagabend Programm in der Reihe „Stadtlohn: Klassik“ in der Konzertaula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums - eine relativ junge Kunstform, wie Musikschuldirektor Rolf Wähning in seiner Begrüßungsansprache betonte. Eine, die Zukunft hat.

von Von Susanne Dirking

, 05.10.2009, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schlagzeuger Alexej Gerassimez im Aktion.

Schlagzeuger Alexej Gerassimez im Aktion.

Tolle Effekte erreichte der hochtalentierte Schlagzeugsolist mit einem besonders großen Xylophon, einem so genannten Marimbaphon. Beeindruckend zu sehen und zu hören war es, als der junge Musiker bei der Komposition „Arena“ von Tobias Broström sein explosive Performance am Schlagzeug koordinierte, die verschiedenen Schlaginstrumente wie Becken und Gong anschlug, dabei regelrechte Trommelwirbel produzierte; insgesamt ein kraftvoll gespielter Klang-Mix. In ganz andere Sphären entführte das nächste Werk, inspiriert durch einen von mehreren Frauenstimmen gesungenen Choral. Eine Kombination mit zwei Xylophonen zeigte Alexej Gerassimez bei dem variationsreichen „Sense and Innocence“ „Merlin“ von Andrew Thomas war etwas ganz Besonderes. Der erste Satz weckte Assoziationen an die geheimnisvolle Atmosphäre eines Waldes und dann klangreich an die sagenhafte Gestalt des Merlin. Schön und ursprünglich klang das Spiel des begabten Virtuosen an den Bongos und den Klanghölzern. Mit großem Applaus bedankte sich das Publikum für ein zweistündiges Konzert der Extra-Klasse.

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