Schließung des Kreißsaals: schmerzhafter Schnitt und sinnvolle Therapie

Kommentar

Zum Thema Schließung der geburtshilflichen Abteilung des Krankenhauses Maria-Hilf ein Kommentar.

Stadtlohn

, 22.10.2018, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Entscheidung, den Kreißsaal im Krankenhaus Maria-Hilf zu schließen, wird viele Stadtlohner richtig schmerzen: Werdende Mütter werden ab 2019 nicht mehr im Stadtlohner Krankenhaus entbinden können. Das ist wahrlich ein emotionales Thema. Über 200 Stadtlohner Mütter und ihre Babys fühlten sich schließlich Jahr für Jahr im Krankenhaus Maria-Hilf bestens versorgt. Sie und die künftigen Mütter, die gerne in Stadtlohn ihr Kind zur Welt gebracht hätten, werden die Schließung der gynäkologischen Abteilung zutiefst bedauern – genauso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dass es Einschnitte im Angebotsspektrum des Stadtlohner Krankenhauses geben würde, war schon seit Juni klar, als sich das Krankenhaus dem Klinikum Westmünsterland anschloss. Wer die Entwicklung der Krankenhauslandschaft beobachtet, weiß, dass vieles für die Konzentration von Leistungen spricht – aus wirtschaftlichen, aber auch aus medizinischen Gründen. Wenn es der Sicherung des Krankenhaus-Standortes Stadtlohn dient, dann ist der schmerzhafte Einschnitt eine sinnvolle Therapie.

Sie wird umso verträglicher sein, wenn am 31. Oktober deutlich wird, dass auch die anderen fünf Standorte das Ihre zum allgemeinen Wohl des gesamten Klinikums beitragen. Die Stadtlohner sollten auch bedenken: Neben den 200 Stadlohner Eltern fühlten sich auch fast 300 Eltern aus den Nachbarkommunen bestens im Stadtlohner Kreißsaal aufgehoben – trotz etwas längerer Anfahrtzeit. Zwischen den beiden Krankenhäusern in Stadtlohn und Ahaus liegen 11,8 Kilometer oder eine Viertelstunde im Auto. Das ist verträglich, wenn die medizinische Behandlung stimmt.

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