Schülerströme im Blick

Stadtlohn Die Zahl der Schüler ist in Stadtlohn innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich gestiegen. Gleichzeitig finden sich in bestimmten Schulformen jedoch deutlich weniger Kinder und Jugendliche.

09.01.2008, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das zeigen Daten des Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik. Demnach erhöhte sich die Zahl aller Schüler seit 1997/98 von 3327 auf 3879. Im gleichen Zeitraum hat sich bei den Grundschülern aber ein Rückgang von 11,6 Prozent ergeben: Im Schuljahr 1997/98 besuchten 1194 Jungen und Mädchen die Jahrgangsklassen eins bis vier, heute sind es 1056.

"Dies ist ganz deutlich eine Folge des demographischen Wandels", nahm Erster Beigeordneter Karlheinz Pettirsch auf Anfrage der Münsterland Zeitung gestern Stellung zu den Zahlen: "Früher hatten wir in Stadtlohn um die 300 Geburten pro Jahr, im gerade zu Ende gegangenen Jahr waren es lediglich 198."

Verschiebungen haben sich auch im Bereich der Hauptschulen ergeben: Diese Schulform wurde vor zehn Jahren in Stadtlohn noch von 662 Jugendlichen besucht, derzeit sind es 597. Das macht einen prozentualen Rückgang von 9,8 Prozent aus. Doch im Vergleich mit anderen Orten in der Region relativiert sich dieser Wert: So muss Vreden beispielsweise bei den Hauptschulen im Zehnjahresvergleich einen Rückgang von 38,1 Prozent der Schüler hinnehmen. In der Gemeinde Südlohn lag dieser Wert bei minus 10,1 Prozent.

"Wir beobachten natürlich die Entwicklung. Derzeit stehen die Hauptschulen jedoch auf einem sicheren Fundament", betonte Pettirsch dazu. Er habe durchaus die Hoffnung, dass sich der Trend bei den Schülerströmen noch einmal wandeln könne: "Wir haben als Standort viel für die Attraktivität unserer Hauptschulen getan und ein leistungsfähiges, differenziertes Angebot."

Einen leichten Rückgang von 2,4 Prozent gab es bei den Realschulen - von 1043 auf 1018 Schüler. Aus dem Rahmen fällt die Zahl der Gymnasiasten in Stadtlohn von derzeit 1017 und 268 vor zehn Jahren: Sie spiegelt lediglich die Aufbauphase des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wider und erlaubt keine weiteren Schlüsse. to

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