Schulcheck: Die St.-Anna-Realschule ist zwar klein, aber bei der Digitalisierung ganz vorne

mlzSchuljahr 2020/2021

Die St.-Anna-Schule ist eine von zwei Realschulen in Stadtlohn. Sie punktet mit einer engen Vernetzung zwischen Schülern, Eltern und Lehrern – und beschreitet häufig neue Wege.

Stadtlohn

, 17.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur 400 Schüler besuchen die St.-Anna-Realschule in Stadtlohn. Alle Beteiligten loben die Vorzüge einer relativ kleinen Schule. Vielleicht ist es auch einer der Gründe, warum digitale Projekte wie die 2018 eingeführten Tablet-Klassen schnell umgesetzt werden konnten. Wir haben uns bei Eltern, Lehrern und Schülern umgehört.

Das macht unsere Schule so besonders

Das sagt die Schülersprecherin Elisa Serpa da Silva: „Die St.-Anna-Realschule ist eine kleine Schule, auf der man sich von Anfang an wohlfühlen kann, denn unser Schulmotto lautet „Füreinander da sein – Miteinander wachsen. Besonders

gut finden wir Schüler, dass die Technik an unserer Schule auf einem sehr hohen Stand ist und dass die Lehrer sich auch darauf einlassen, zum Beispiel durch die iPads, die häufig im Unterricht genutzt werden. Toll finden wir, dass an unserer Schule viele AGs Angeboten werden, in denen wir unsere Interessen ausüben können, zum Beispiel Garten-AG, Mofa-AG oder die Musical-AG.

Unsere Schule unterstützt unter anderem das Hospiz in Stadtlohn mit Aktionen wie dem Sponsoren-Lauf oder das Benefizkonzert. Der Schulhof mit der großen Rasenfläche, der Kletterspinne und den Turnstangen ist ein Ort, an dem sich alle Schüler in den Pausen austoben können. Auch der Bolzplatz wird gemeinsam zum Fußball- oder Basketballspielen von allen Altersklassen genutzt.“

Schulcheck: Die St.-Anna-Realschule ist zwar klein, aber bei der Digitalisierung ganz vorne

Die Schülervertretung (v.l.): Elisa Kluse (Beisitzerin), Elis Serpa da Silva (Schülersprecherin) Anke Osterholt (Beisitzerin), Hannah Blickmann (stellvertretende Schülersprecherin) © privat

Darum würden Eltern die Schule empfehlen

Das sagt der Elternpflegschaftsvorsitzende Markus Lutum: „Wir Eltern sehen gerade die geringe Größe unsere Schule als Vorteil. Je Jahrgang gibt es 64 Schüler verteilt auf 2 Klassen. Dadurch entsteht eine familiäre Atmosphäre, in der nahezu jeder jeden kennt, jeder jeden unterstützt und in der eine christlich gelebte Gemeinschaft entsteht, in der sich gerade die jüngeren schnell geborgen fühlen.

Das führt weiter zu einer offenen und vorbildlichen Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Lehrer und Schulleitung sind immer für uns ansprechbar, und auch die Hilfsbereitschaft und der Einsatz zwischen uns Eltern ist vorbildlich.

Technisch ist die Schule top digital ausgestattet. Die jüngeren Klassen starten seit 2 Jahren alle mit Tablets, und es gibt überall elektronische Tafeln. Die Lehrer sind gut in den technischen Mitteln ausgebildet und die Einbeziehung der Tablets und Whiteboards in den Unterricht ist zunehmend nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Somit lohnt sich die von den Eltern finanzierte Anschaffung der Tablets in einer zunehmend digitalen Welt wirklich!

Stolz sind wir Eltern auch auf die jeweiligen Klassenorchester des Musikprojektes, welche bei unterschiedlichsten Schulaktionen für die musikalische Begleitung sorgen.“

Schulcheck: Die St.-Anna-Realschule ist zwar klein, aber bei der Digitalisierung ganz vorne

Markus Lutum ist Vorsitzender der Elternpflegschaft. © privat

So digital tickt unsere Schule schon heute

Das sagt Schulleiter Rüdiger Schipper: „Die St.-Anna-Realschule ist schon lange eine sehr gut ausgestattete Schule. Schon seit Jahren sind alle Klassenräume mit digitalen Tafeln, W-Lan und Dokumentenkamera ausgestattet. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse arbeiten mit eigenen iPads. Die Schule ist bestens ausgestattet und nutzt die digitalen Geräte in allen Fächern, sofern dieses sinnvoll ist.“

Schulcheck: Die St.-Anna-Realschule ist zwar klein, aber bei der Digitalisierung ganz vorne

Schulleiter Rüdiger Schipper führt an einem Tablet und mit dem Activeboard im Hintergrund vor, wie Schüler vernetzt Grammatikwettbewerbe austragen können. © Stefan Grothues

Hier hat unsere Schule Nachholbedarf

Das sagt Schulleiter Rüdiger Schipper: „Uns fehlt eine Schulküche, zur Zeit nutzen wir die Küche im Gymnasium.“

So berichtet die Presse über die Schule

“Mit zwei Tablet-Klassen in die digitale Zukunft“ lautete der Titel eines Artikels aus der Münsterland Zeitung vom 12. Juni des vergangenen Jahres. „Die Kreidezeit ist in der St.-Anna-Realschule längst passé. Activeboards haben die Schultafel abgelöst. Jetzt folgt der nächste Schritt zur digitalen Schule“, heißt es dort. Für 64 Fünftklässler begann damals nach den Sommerferien das spannede Projekt, das auf breite Zustimmung stieß.

Rüdiger Schipper sagte damals aber auch: „Das Tablet ist kein Allheilmittel. Die Schüler müssen auch lernen, dass es manchmal gut sein kann, abzuschalten und offline zu arbeiten.“

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