„Seniorenzentrum an der Berkel“ mit 73 stationären Pflegeplätzen geplant

mlzSeniorenzentrum an der Berkel

Die Burgstraße verändert ihr Gesicht: Pläne für das Seniorenzentrum an der Berkel sind jetzt vorgestellt worden. Neben der Sporthalle der Herta-Lebenstein-Realschule entsteht die Einrichtung.

Stadtlohn

, 09.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schultrubel und Seniorenzentrum Seite an Seite: An der Burgstraße soll das „Seniorenzentrum an der Berkel“ gebaut werden, direkt neben der Sporthalle der Herta-Lebenstein-Realschule. Die Investoren Paul und Tanja Roosmann haben in der jüngsten Bauausschusssitzung ihre Pläne vorgestellt.

Zwei Gebäude sollen dem Seniorenzentrum weichen

Fast 5000 Quadratmeter stehen zur Verfügung auf dem Areal an der Burgstraße zwischen der Turnhalle auf der einen und dem Möbelhaus Steinbach auf der anderen Seite. Aktuell steht dort ein doppelstöckiges Wohnaus und ein altes weiß geklinkertes Geschäftsgebäude – diese beiden sollen abgerissen werden. Genutzt wird aber das ehemalige Verwaltungsgebäude mit Glasfassade. „Das ist ein Stahlbeton-Skelettbau, da können wir die tragenden Säulen nutzen“, erläuterte Paul Roosmann am Montag im Gespräch mit der Redaktion.

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In diesem Gebäude sind 15 Tagespflegeplätze geplant. Insgesamt sollen in dem gesamten Seniorenzentrum 73 stationäre Pflegezimmer zur Verfügung stehen. Das Angebot summiert sich also auf 88 Betten (Einzelzimmer), davon sind 41 Rollstuhlzimmer. Die Zimmer sind inklusive Bad rund 25 Quadratmeter groß, insgesamt stehen mit Gemeinschaftsflächen jedem Bewohner rund 53 Quadratmeter zur Verfügung.

Dazu kommen noch 15 Kurzzeitpflegeplätze. Weitere Zahlen: „40 plus x“ Mitarbeiter in drei Schichten werden in der Pflegeeinrichtung einen Arbeitsplatz finden. Das Zentrum stellt 29 Autoparkplätze und 30 Fahrradparkplätze zur Verfügung.

Zwölf Wohnungen für den freien Markt

Über das Pflegeangebot hinaus bietet das Seniorenzentrum aber auch Wohnungen für den freien Markt an. Zwölf Wohnungen in Größen zwischen 40 und 50 Quadratmetern stehen Mitarbeitern, aber auch allen Interessierten zur Verfügung, wie die Kommunalpolitiker in der Sitzung erfuhren.

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Für das Äußere haben sich die Investoren auf eine Anpassung an die Umgebung eingelassen: Roter Verblender dominiert, aber er wird modern kombiniert mit Sandstein und hellen Putzelementen, wie Tanja Roosmann erläuterte.

Die Ansichten des Gebäudes, das auf der Rückseite zur Berkel hin über einen großen Innenhof, einen Lichthof sowie über zwei Zufahrten verfügen soll, stießen bei den Bauausschuss-Mitgliedern auf Gefallen – zumindest wurde keine Kritik laut.

Lärmgutachten wird erstellt

Ob denn der Lärm von der Sporthalle nicht ein Seniorenzentrum stören werde? Diese Befürchtung wurde im Ausschuss geäußert. „Dessen sind wir uns bewusst“, antwortete Paul Roosmann: Schon auch wegen des Verkehrs auf der Burgstraße werde ein Gutachten erstellt. Eins sei sicher: „Die Fenster müssen zu öffnen sein“, betonte der Investor.

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Wie Paul Roosmann im Telefonat mit der Redaktion am Montag sagte, seien die Vorbereitungen für das Stadtlohner Projekt so weit gediehen, dass plangemäß Mitte des Jahres der Bauantrag gestellt werden soll. Auch mit der WTB-Behörde beim Kreis Borken (Wohn- und Teilhabegesetz, früher Heimaufsicht), liefen aktuell die Abstimmungen. Von der Resonanz im Bauausschuss habe er einen positiven Eindruck mitgenommen.

Wer wird Betreiber des „Seniorenzentrums an der Berkel“?

Wenn nach Plan der Bauantrag rausgehe und die Genehmigung komme, könne mit dem Bau im frühen Frühjahr 2021 begonnen werden. Als Bauzeit rechnen die Architekten mit anderthalb Jahren. Dann steht noch die Frage des Betreibers – gibt es schon einen? „Wir werden uns erst im regionalen Umfeld umsehen“, betonte Paul Roosmann. Nur, wenn man dort nicht fündig werde, werde man den Kreis weiter ziehen.

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