Die Halle des Tennisvereins Blau-Weiß Stadtlohn soll energiesparend und besser ausgeleuchtet werden. © Stefan Grothues
Sportförderung

Stadt Stadtlohn lässt sich neues Licht für Tennishalle 28.000 Euro kosten

Die Stadt Stadtlohn unterstützt den Tennisverein Blau-Weiß Stadtlohn mit fast 28.000 Euro für eine neue LED-Beleuchtung für die Tennishalle. Dabei fiel die Wahl nicht auf das günstigste Angebot.

Weniger Stromverbrauch, besseres Licht. Diese Hoffnungen knüpft der Tennisverein Blau-Weiß Stadtlohn an eine neue LED-Beleuchtungsanlage für seine Tennishalle. Der Sportausschuss der Stadt Stadtlohn hatte schon im vergangenen November signalisiert, dass die Stadt diese Investition fördern will. Es gab nur ein Problem: Der Verein wollte nicht das günstigste Angebot annehmen.

Richtiges Licht für Tennissport wichtig

Der Vorstand des Tennisvereins hatte sechs Angebote von verschiedenen Herstellern eingeholt. Weil das Spiel mit der schnellen Filzkugel besondere Ansprüche an die Lichtverhältnisse stellte, hat der Vorstand die Angebote sehr kritisch unter die Lupe genommen.

Dann legte sich der Vorstandes auf das Angebot eines Stadtlohner Anbietes fest. „Es ist für die Stadtlohner Tennishalle die einzig sinnvolle Lösung“, betonen der Vorsitzende Frank Brockordt und sein Stellvertreter Andreas Wullers in einem Brief an die Ratsfraktionen.

Frank Brockordt, Vorsitzender des Tennisvereins Blau-Weiß
Frank Brockordt, Vorsitzender des Tennisvereins Blau-Weiß © privat (Tennisverein Blau-Weiß) © privat (Tennisverein Blau-Weiß)

Die ausführliche Begründung überzeugte die Mehrheit in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. So meinte etwa Karl Herbstmann von der UWG: „Das teure Angebot des Stadtlohner Anbieters ist kompletter, der Ausleuchtungsfaktor ist besser. Es gibt keine schwarzen Löcher oder Schattenbildung. Die UWG ist eindeutig für dieses Angebot.“

Ratsmehrheit für „pragmatische Entscheidung“

Otger Harks von der SPD pflichtete dem bei: „Die Angebote sind nicht vergleichbar. Wir sollten jetzt pragmatisch entscheiden. Lasst es uns so machen!“ Es sei auch Eile geboten, damit sich der Verein erfolgreich um Fördermittel des Bundes bewerben könne. Auch Dr. Markus Könning von der CDU sah das so: „Wir hatten in der Fraktionssitzung eigentlich eine andere Lösung ins Auge gefasst. Wir können aber trotzdem zustimmen.“

Widerspruch von den Grünen und der FDP

Richard Henrichs von den Grünen widersprach jedoch: „Wir sollten nicht einfach das teure Angebot nehmen. Wenn die Angebote nicht vergleichbar sind, dann müssen eben noch andere vergleichbare Angebote eingehlolt werden.“ Das jedoch liefe nach Karl Herbstmanns Ansicht auf eine zu lange Wartezeit hinaus. „Wir sollten den Verein nicht zu lange im Ungewissen lassen.“

Am Ende sprach sich der Rat mit breiter Mehrheit für das 70.000-Euro Angebot aus. Die preiswertere Alternative hätte bei knapp 52.000 Euro gelegen. Gegenstimmen gab es nur aus der FDP, Enthaltungen aus den Fraktionen der SPD, FDP und der Grünen.

Zuschüsse von Bund und Stadt summieren sich auf 56.000 Euro

Der städtische Zuschuss aus Mitteln der Geschwister-Hakenfort-Stiftung wird sich nur auf knapp 28.000 Euro belaufen. Die billigere Variante hätte einen städtischen Zuschuss von knapp 21.000 Euro bedeutet.

Der Verein hofft darüber hinaus für die jetzt gewählte Variante auf eine Bundesförderung von ebenfalls knapp 28.000 Euro. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei rund 13.000 Euro.

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Stefan Grothues

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