Idylle im Losbergpark am See: Wolfgang Pieper, als langjähriger Stadtbauamtsleiter einer der Väter des Losbergparks, ist jetzt im Alter von 89 Jahren gestorben. Er hat in Stadtlohn viele bleibende Spuren hinterlassen. © Foto Angelika Hoof
Stadtplaner

Stadthalle und Losbergpark: Weichensteller Wolfgang Pieper ist gestorben

Seine Arbeit hat Stadtlohn geprägt. Auch wenn sein Name jüngeren Stadtlohnern heute wenig sagen dürfte, die Früchte seines Schaffens genießen viele. Jetzt ist Wolfgang Pieper gestorben.

Ein Stadtbauamt hinterlässt viele Spuren. Spuren, die das Gesicht einer Stadt über Jahrzehnte prägen können. Wolfgang Pieper hat das Stadtlohner Stadtbauamt 27 Jahre geleitet, zuletzt als Erster Beigeordneter der Stadt. Als Baufachmann und Mensch hat er viele Spuren hinterlassen. Am Donnerstag, 2. September, ist er im Alter von 89 Jahren verstorben.

Wolfgang Pieper, langjähriger Stadtbauamtsleiter und Erster Beigeordneter der Stadt Stadtlohn ist am Donnerstag, 2. September, im Altern von 89 Jahren gestorben.
Wolfgang Pieper, langjähriger Stadtbauamtsleiter und Erster Beigeordneter der Stadt Stadtlohn ist am Donnerstag, 2. September, im Altern von 89 Jahren gestorben. © privat © privat

„Er hat richtig Schwung in die Bauverwaltung gebracht, als er 1965 dort anfing. Und er hat mit großem planerischen Weitblick und einem guten Team viele bedeutende Weichen für die Stadt Stadtlohn gestellt“, sagt Engelbert Sundermann, der als Stadtdirektor 21 Jahre lang eng mit Wolfgang Pieper zusammenarbeitete.

Losbergpark war ein Herzensanliegen für Wolfgang Pieper

Wolfgang Piepers Weitsicht macht heute noch vielen Freude: wenn sie den Losbergpark genießen, im Hallenbad planschen oder ein Theaterstück in der Stadthalle beklatschen. „Die Schaffung des Losbergparks war für Wolfgang Pieper ein Herzensanliegen“, sagt Engelbert Sundermann. „Darum nenne ich den Teich im Losbergpark gerne auch ,Wolfgangsee‘“.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung Stadtlohns hat Wolfgang Pieper mitgestaltet. Sundermann: „1969 hat Wolfgang Pieper zum Beispiel die Aussiedlung der Hülsta-Werke nach Wenningfeld begleitet und damit das Wachstum des Unternehmens ermöglicht, das ja an der Tillystraße in Berkelnähe auf einer kleinen Fläche eingeschnürt war.“

Engelbert Sundermann hat eine ganze Liste von Projekten zusammengestellt, die Wolfgang Pieper maßgeblich angestoßen oder begleitet hat:

  • 1969: Umsiedlung der Hülsta-Werke nach Wenningfeld
  • 1970: Einweihung der neuen Stadthalle
  • 1970: Bau der Dreifach-Sporthalle an der Burgstraße
  • 1972: Neubau der Losbergschule
  • 1973: Eröffnung des Losbergstadions
  • 1973: Inbetriebnahme des Hallenbades
  • 1976: Bau der Umgehung „Weerseloer Straße“
  • 1976: Einweihung des Wasserwerkes in Stadtlohn-Hundewick
  • 1979: Neubau der Feuer- und Rettungswache am Steinkamp
  • 1979: Fertigstellung des Losbergparkes
  • 1981: Neubau der Johannesschule
  • 1984: Verkehrsberuhigter Ausbau der Innenstadt
  • 1984: Aussiedlung der Firma H. Hecking Söhne
  • 1989: Baubeginn für den „Wohnpark Dufkamp“
  • 1991: Erstellung einer neuen Kläranlage im Bockwinkel
  • 1992: Einweihung der Kultur- und Begegnungsstätte „Haus Hakenfort“
Erste Rutschpartie: Ende der 1970er-Jahre wurde der Losbergpark in Stadtlohn fertiggestellt – ein Herzensanliegen von Wolfgang Pieper, der als Stadtbauamtsleiter und Erster Beigeordneter Stadtlohn über Jahrzehnte mitgeprägt hat.
Erste Rutschpartie: Ende der 1970er-Jahre wurde der Losbergpark in Stadtlohn fertiggestellt – ein Herzensanliegen von Wolfgang Pieper, der als Stadtbauamtsleiter und Erster Beigeordneter Stadtlohn über Jahrzehnte mitgeprägt hat. © Archiv © Archiv

„Daneben“, so sagt Engelbert Sundermann, „war Wolfgang Pieper ein fröhlicher Mensch, der die Musik liebte und eine sehr schöne Stimme hatte. Für mich war er nicht nur ein loyaler Mitarbeiter, sondern auch ein guter Freund. Für Stadtlohn war er der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz.“

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Stefan Grothues

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