Stadtlohn-Aufkleber zeigt Verbundenheit mit dem „Hattken van de Welt“

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Stadtlohner können mit einem Autoaufkleber zeigen, dass ihr Herz für ihre Heimatstadt schlägt. Fast 500 Aufkleber wurden bereits verkauft. Silke Gertz hat den Stein ins Rollen gebracht.

Stadtlohn

, 27.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Silke Gertz kann sich noch gut an den 4. Januar erinnern. Sie war an diesem winterkalten Tag mit dem Auto unterwegs, als sie am Heck des vor ihr haltenden Wagens einen Aufkleber entdeckte, der ihr Herz erwärmte: eine Skyline der Töpferstadt mit dem Slogan „Zuhause in Stadtlohn“.

Stadtlohn-Aufkleber zeigt Verbundenheit mit dem „Hattken van de Welt“

Silke Gertz hat den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt wurden bereits fast 500 Stadtlohn-Aufkleber verkauft. © Stefan Grothues

Silke Gertz war elektrisiert. „Ich bin ja Stadtlohnerin. Das will ich auch gerne zeigen“, sagte sie am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch den Aufkleber konnte sie nirgendwo erwerben, auch nicht beim SMS-Stadtmarketing im Haus Hakenfort.

Facebook-Anfrage fand Riesenresonanz

„Wo kann man so etwas bekommen? Hätte es gerne für mein Auto, sah super aus“, postete Silke Gertz einen Tag später in einer Stadtlohner Facebook-Gruppe. Eine Antwort auf ihre Frage bekam sie zunächst nicht. Aber ihr Aufruf fand ein Riesenecho. Tenor der über 70 Kommentare: „Ich will auch so einen Aufkleber!“ Über eine Stadtlohner Bekannte erfuhr der Vredener Reinhard Decker von der Nachfragewelle.

Stadtlohn-Aufkleber zeigt Verbundenheit mit dem „Hattken van de Welt“

Reinhard Decker hat den Auto-Aufkleber "Zuhause in Stadtlohn" entworfen. © Reinhard Decker (privat)

Reinhard Decker ist eigentlich von Berufswegen Personalratsvorsitzender im Borkener Rathaus. In seiner Freizeit und nebenberuflich aber entwirft und gestaltet er am Computer Logos und Aufkleber. „Mit diesem Hobby habe ich vor über 22 Jahren begonnen, als ich noch im Vredener Rathaus gearbeitet habe und dort in die IT-Abteilung gewechselt bin“, erzählt der Freizeit-Grafiker. Reinhard Decker schaltete sich in die Stadtlohner Facebook-Debatte mit dem Satz ein: „Machbar ist das schon...“

Entwurf mit Online-Unterstützung

Nun konnte die Facebook-Gruppe die Entstehung des Logos quasi live mitverfolgen. Vorschläge und Beispiele wurden hin und hergeschickt. Reinhard Decker suchte Tipps im Stadtlohner Rathaus. Und bald fand ein Entwurf die breite Zustimmung in der Facebook-Gruppe. Er zeigt einen Schattenriss der Hilgenbergkapelle, der Josefskirche, des Marktpütts, der St.-Otger-Kirche, des Wasserturms, der evangelischen Pauluskirche und des Rathauses.

Jetzt meldeten auch Verkaufsstellen ihr Interesse an. Das SMS-Stadtmarkting im Haus Hakenfort an der Dufkampstraße und die SB-TankstelleBialdygaa an der Eschstraße vertreiben nun den Aufkleber für fünf Euro. Reinhard Decker ist begeistert: „Mittlerweile sind fast 500 Aufkleber verkauft worden.“ Reinhard Decker erfüllt darüber hinaus auch Sonderwünsche. „Ich habe auch schon extragroße Stadtlohn-Aufkleber für Wohnmobile angefertigt. Und eine Riesenausführung für ein Garagentor.“

Auch Sekt, Schlüsselbänder und Skulptur werben für Stadtlohn

Der Aufkleber ist aber nicht das einzige Stadtlohn-Souvenir, das beim SMS-Stadtmarketing angeboten wird. Nach Angaben von Martin Auras, Geschäftsführer des SMS-Stadtmarketings, gehört der Sekt „Paulus Perle Stadtlohn“ für 4,95 Euro zu den beliebtesten Souvenirs, die Touristen in Stadtlohn kaufen.

Stadtlohn-Aufkleber zeigt Verbundenheit mit dem „Hattken van de Welt“

Birgit Riers zeigt den Stadtlohner-Aufkleber. Er ist einer von vielen Stadtlohn-Werbeträgern, die SMS-Stadtmarketing im Sortiment führt. © Markus Gehring

Flüssig ist auch ein weiteres, viel gefragtes Andenken – und dazu noch hochprozentig: der Stadtlohner Rathaustropfen in der Schmuckflasche für 17,90 Euro, erhältlich in den Geschmacksrichtungen Granatapfel, Wacholder, Kräuter und Anis. Daneben gibt es auch Pins (Anstecknadeln) mit den drei Paulus-Köpfen im Stadtwappen für 2,50 Euro oder ein Schlüsselband mit Stadtlohnaufdruck. Rege nachgefragt wird beim SMS-Stadtmarketing auch die Berkel-Anrainer-Skulptur „Die Badende“ für 9,90 Euro.

Aber für Silke Gertz bleibt der Auto-Aufkleber der Favorit – wegen der breiten Öffentlichkeitswirkung. Die Stadtlohnerin freut sich über das Riesenecho, das sie nun fast tagtäglich auf Stadtlohns Straßen sehen kann. Und wer weiß, vielleicht führt der Aufkleber jetzt in Urlaubszeiten auch fernab vom „Hattken van de Welt“ Menschen zusammen, die sich sonst gar nicht als Stadtlohner erkannt hätten.

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