Die kompakten Sportabzeichen-Tage, zum Beispiel am Gymnasium, zahlen sich aus. © Markus Gehring
Sportabzeichen 2020

Stadtlohn bleibt bei den Sportabzeichen an der Spitze im Kreis Borken

Spürbar Einfluss hatte die Corona-Pandemie auch auf die Sportabzeichen-Saison 2020 genommen. Viele Schulen und Vereine haben die Herausforderung erfolgreich angenommen. Vor allem in Stadtlohn.

Corona hat es bekanntlich auch dem Sport im Jahr 2020 nicht ganz einfach gemacht – dennoch haben Schulen und Vereine die Chance genutzt, gerade dank der im Freien möglichen Optionen im Sommer das Sportabzeichen anzubieten. Mit großem Erfolg: Die Landesstatistik zeigt klar, dass der Kreissportbund Borken unter allen 54 Stadt- und Kreissportbünden unangefochten auf Platz 1 in Nordrhein-Westfalen steht – wenn es um die absoluten Zahlen geht.

Und: Unter den 17 Kommunen hat Stadtlohn erneut kreisweit seinen Titel verteidigt. Ein Ergebnis gewachsener Zusammenarbeit, meint Peter Heming, Abteilungsleiter im SuS Stadtlohn.

Markante Einbrüche bei den absoluten Zahlen

„Das Deutsche Sportabzeichen ist die renommierteste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports, es ist das einzige staatliche Ehrenzeichen weltweit, das für sportliche Leistungsfähigkeit und überdurchschnittliche Fitness verliehen wird und somit Ordenscharakter hat“, teilt der Kreissportbund in seiner Pressemitteilung mit. Die während des Lockdowns gesperrten Sportanlagen und Schwimmbäder, geschlossenen Schulen und Sportvereine hätten die Möglichkeiten des aktiven Sporttreibens stark eingeschränkt.

Auch das Deutsche Sportabzeichen. So sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 46 Prozent weniger Abzeichen erworben worden als im Vorjahr. Mit insgesamt 7150 (1.330 in Bronze, 2.748 in Silber und 3.072 in Gold) verliehenen Abzeichen hat auch der Kreis Borken die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen, es wurden 4368 Prüfungen weniger abgelegt als 2019.

St. Anna-Realschule und Gymnasium belegen Spitzenpositionen

Die meisten Abzeichen wurden – wie gesagt – in Stadtlohn (1.267 Beurkundungen / 6,23 Prozent) erworben. Auf Rang 4 folgt Vreden (539 Beurkundungen / 2,38 Prozent). Gerade bei den weiterführenden Schulen sind die starken Zahlen markant: In der Kategorie der Schulen mit bis zu 700 Schülern belegte die St. Anna-Realschule aus Stadtlohn Platz 1 (81,56 Prozent) vor dem Gymnasium Vreden (62,77). Auf Platz 3 folgt mit der Herta-Lebenstein-Realschule (55,86) eine weitere Schule aus Stadtlohn. In der Klasse ab 701 Schüler lag das Geschwister-Scholl-Gymnasium Stadtlohn (67,43) vorne, gefolgt vom Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus (48,96).

Die Motivation, die Prüfungen für das Sportabzeichen erfolgreich abzulegen, ist ungebrochen hoch. Das zeigen vor allem die starken Quoten an den Schulen.
Die Motivation, die Prüfungen für das Sportabzeichen erfolgreich abzulegen, ist ungebrochen hoch. Das zeigen vor allem die starken Quoten an den Schulen. © Markus Gehring © Markus Gehring

Peter Heming, dessen SuS Stadtlohn mit Platz 4 die Nummer eins bei den Sportvereinen mit über 1501 Mitgliedern (5 Prozent) im Verbreitungsgebiet war, sieht vor allem die gute Zusammenarbeit mit den Schulen als Erfolgsfaktor. „Der Draht ist eng. Es gibt schließlich auch immer wieder Anreize – zum Beispiel für die Schulkasse“, so Heming. Weitere Anstöße habe man über das geförderte Angebot von Sportabzeichen-Aktionstagen liefern können. „Insgesamt ist das Angebot in Stadtlohn nachhaltig“, erklärt Heming. Etabliert haben sich auch kompakte Sportabzeichen-Tage.

Bei den Grundschulen erreichte in der Klasse bis 250 Schüler die Katharinenschule Alstätte Rang 2 (50.54 Prozent), bei den Schulen mit mehr als 250 Schülern wurde die St. Marien-Schule Vreden Dritter (12,95 Prozent). Vordere Plätze belegten bei den Vereinen auch die SF Graes (Platz 2 – Kategorie 501-1000 Mitglieder – 14,55 Prozent) und der SC Südlohn (Platz 2 – Kategorie 1001-1500 – 6,69 Prozent). An der Spitze bei den Versehrten- und Behindertensportvereinen lag die VSG Stadtlohn (24,05 Prozent).

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