Stadtlohn ist jetzt Partner der Imagekampagne „Solar Lokal“

Solarenergie

STADTLOHN „Strom aus Sonne“ – diesen Slogan will auch die Stadt Stadtlohn ins Bewusstsein der Menschen tragen: Sie ist offizieller Projektpartner bei „Solar Lokal“ – einer bundesweiten Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 14.10.2009, 15:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

  Projektleiter Peter Finger verdeutlichte, was dies bedeutet: Vor allem Rundum-Information. Interessierte könnten bei der Stadtverwaltung Informationen sammeln, sich per Infotelefon und Internetseite von „Solar Lokal“ einen Überblick verschaffen und dazu eine Liste mit örtlichen Handwerkern erhalten, die von der Kampagne registriert und somit als erfahrener Fachbetrieb ausgewiesen ist. Mindestens drei Anlagen muss ein Betrieb schon installiert haben, um empfohlen zu werden.

Drei Stadtlohner Firmen haben sich im Nachklang einer Infoveranstaltung bereits zertifizieren lassen – Jürgen Lesker ist einer der Unternehmer. Er betonte, dass es bei den Anbietern durchaus Preisunterschiede gebe, „aber die sind darstellbar“. Jede Anlage müsse individuell auf das Haus und die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sein – „das braucht Beratung und die bieten wir“, betonte Lesker. Auch Kreishandwerkerschaft-Geschäftsführer Daniel Janning riet, Fachbetriebe vor Ort zu beauftragen – „diese Firmen sind qualifiziert“.

Wirtschaftsförderer Bernd Mesken bezeichnete die Stadt Stadtlohn als „Katalysator“ zwischen der Idee und dem Auftrag: Wer Solarstrom produzieren und nutzen wolle, habe viele Fragen und erhalte übe „Solar Lokal“ ganz praktisches Material und Hinweise auf heimische Betriebe, bei denen durch die Aufträge Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze erhalten und geschaffen würden. Die Nachfrage nach Photovoltaik sei enorm, betonte Jürgen Söbbing (SVS). In den letzen vier Monaten habe der Versorger 500 Anträge erhalten – „so viel wie sonst in zwei Jahren“.

  • Getragen wird die Kampagne „Solar Lokal“ von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und der SolarWorld AG und unterstützt von den drei kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund. Über 360 Städte und Kreise machen bereits mit.
  • Für die Stadt ist die Projektbeteiligung kostenlos. Die interessierte Öffentlichkeit kann sich am Kiepenkerlsonntag bei einem Stand über das Projekt informieren. Die Stadt, heimische Handwerker und Banken werden am Sonntag, 18. Oktober, informieren.
  • Eine Rendite von fünf Prozent auf 20 Jahre sei durch Photovoltaikanlagen zu erwarten, rechnete Peter Finger von „Solar Lokal“ vor: „Wir nennen die Anlagen auch Dachsparbuch“.
  • Bei der SVS haben vor fünf Jahren 160 Betreiber Energie ins Netz eingespeist, zurzeit sind es nach Angaben von Jürgen Söbbing 830. Im Jahr 2008 habe der Anteil der regenerativen Energien bei 25 Prozent gelegen, vorwiegend allerdings werde aus Windkraft- und Biogasanlagen eingespeist.
  • In Stadtlohn selbst gibt es nach Angaben der SVS 350 Photovoltaikanlagen, was einer Leistung von 5600 kWpeak entspreche – oder fünf Mio. Kilowattstunden Strom die den Jahresbedarf von 1300 Haushalten decke.
  • Der Trend, so Jürgen Söbbing (SVS) und Unternehmer Jürgen Lesker, gehe dahin, dass der Strom aus Photovoltaikanlagen mehr und mehr auch vom Betreiber selbst verbraucht wird.

  

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