Stadtlohner Feuerwehr zieht Jahresbilanz

STADTLOHN Vielfältige Anerkennung ihrer Arbeit fanden die Feuerwehrkameraden anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag in der Fahrzeughalle am Steinkamp. Stadtbrandinspektor/Wehrführer Günter Wewers konnte hierzu auch eine stattliche Anzahl der Ehrenabteilung sowie als oberster Dienstherr Bürgermeister Helmut Könning und Kreisbrandmeister Johannes Thesing willkommen heißen.

30.03.2009, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadtlohner Feuerwehr zieht Jahresbilanz

Unterbrandmeister Antonius Rensing (re.) wurde durch Wehrführer Günter Wewers verabschiedet.

Nach dem Totengedenken, in dem auch die Opfer des Winnenden-Amoklaufes aufgenommen wurden, nahm sich Wehrführer Günter Wewers die Zeit, umfangreich Rückschau zu halten und auch einen Ausblick für das Jahr 2009 zu wagen. "Das vorgelegte Zahlenwerk lässt darauf schließen, dass wir im vergangenen Jahr ein relativ ruhiges Jahr gehabt haben" - ein Trugschluss, wie Günter Wewers sogleich feststellte. Spektakuläre Einsätze wie in den Vorjahren habe es zwar nicht gegeben, dafür sei man aber sehr aktiv gewesen in Sachen Aus- und Fortbildung und insbesondere im vorbeugenden Brandschutz. Schulen, Kindergärten, Betriebe seien sensibilisiert worden, was zu vielen Lehrverstaltungen geführt habe. Besonders gut angekommen seien die Aktivitäten zum "Tag des Rauchmelders", wo insgesamt 537 Bestellungen getätigt wurden. "Die Arbeit der Feuerwehr bekommt in der Öffentlichkeit seit Jahren verstärkte Aufmerksamkeit. Die Ansprüche an die Feuerwehr werden wachsen durch sich häufende Großschadenslagen wie dem Schneechaos oder den verstärkt auftretenden Unwettern" führte Wewers weiter aus. "Weil die Feuerwehr durch ihre immerwährende Verfügbarkeit und durch ihre technische Ausstattung schnelle Hilfe in der Not leistern kann, sind die Erwartungen groß und wollen erfüllt werden". Die Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehr konnte weiter gestärkt werden nicht zuletzt dank guter Öffentlichkeitsarbeit. Die Gründung einer Jugendfeuerwehr scheine wege der günstigen Struktur Stadtlohns noch nicht erforderlich zu sein. "Räumliche Engpässe machen allerdings bereits seit einiger Zeit selbst ohne Jugendfeuerwehr ein Zusammenrücken der Feuerwehrangehörigen immer mehr erforderlich'" unterstrich Wewers. Zusätzliche Umkleide-, Werkstatt, Lager- und Schulungsräume seien daher dringend erforderlich. Mit der Unterstützung der Stadt als Trägerin des Feuerschutzes und der Bereitschaft eines jeden Feuerwehrangehörigen, sich aktiv zum Schutz der Bürger einzubringen, werde die Freiwillige Feuerwehr auch 2009 eine verlässliche Größe in Punkto Brandschutz und Hilfeleistung bei Unglücksfällen sein versprach der Wehrführer.

Lob und AnerkennungMit Lob und Anerkennung sparte Bürgermeister Helmut Könning nicht. Namens von Rat und Verwaltung bedankte er sich für das freiwillige Engagement der Wehrleute. "Ihr freiwilliges Engagement ist vorbildlich und der Dienst am Mitmenschen kann nicht hoch genug bewertet werden". Deshalb werde er sich zukünftig weiterhin dafür einsetzen, mit Personal und Gerät die notwendigen Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit zu schaffen. Auch Kreisbrandmeister Johannes Thesing dankte den Feuerwehrkameraden für deren Einsatzbereitschaft. Jeder einzelne Feuerwehrmann sei ein wichtiger und verlässlicher Partner, der sich durch Fort- und Weiterbildungen auf Lehrgängen den stets wachsenden Anforderung zu stellen habe.  Insbesondere lobte Thesing auch die gute Kameradschaft und den Teamgeist innerhalb der Stadtlohner Wehr. Als eine der vordringlichsten Aufgaben bezeichnete er die Nachwuchsförderung. "Gehen Sie auf die Jugendlichen zu und begeistern Sie diese für das freiwillige Amt" schloß der Kreisbrandmeister, der zugleich auch die Wertschätzung von Landrat Gerd Wiesmann überbrachte.

Die Jahreshauptversammlung nutzte Günter Wewers zur Verabschiedung von Unterbrandmeister Antonius Rensing, der wegen Erreichen der Altersgrenze jetzt in die Ehrenabteilung verabschiedet wurde. Rensing trat 1975 in den Feuerwehrdienst ein.

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