Claudia Mönsters (l.) und Martina Heumer haben den Lego-Ostergarten von Werl nach Stadtlohn geholt. © Stefan Grothues
Lego-Ausstellung

Stadtlohner können Lego-Jesus auf seiner Leidensgeschichte begleiten

Viele Wege führen in die Welt der Bibel. Einer ist mit bunten Steckbausteinen gepflastert. Im Stadtlohner Otgerus-Haus ist ab sofort die Ostergeschichte in einer Lego-Version zu sehen.

Jesus strahlt übers gelbe Gesicht, seine Jünger um ihn herum auch. Der Tisch ist reichlich gedeckt. Es gibt nicht nur Brot und Wein, sondern auch Hähnchenkeulen auf goldenen Tellern. So sieht das letzte Abendmahl in der bunten Welt der Legobausteine aus.

Biblisches aus Lego-Bausteinen: Jesus hält mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl.
Biblisches aus Lego-Bausteinen: Jesus hält mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

„Die Welt der kleinen Steine – Die Ostergeschichte aus Legosteinen“, so ist eine Ausstellung überschrieben, die ab sofort im großen Saal des Otgerus-Hauses in Stadtlohn zu sehen ist. Martina Heumer, die Vorsitzende des Pfarreirates, und ihre Stellvertreterin Claudia Mönsters haben das bunte Panoptikum am Donnerstag aus Werl abgeholt.

Sieben Szenerien

Die sieben lebensnah gebauten Stationen vom Einzug nach Jerusalem an Palmsonntag bis zur Auferstehung Jesu sind vor fünf Jahren in Werl von 17 Legofans mit viel Liebe zum Detail gebaut worden. Seither ist der Lego-Jesus mit seinen Lego-Jüngern auf Tournee durch viele Kirchengemeinden in Westfalen.

Die Stadtlohnerin Andrea Hambrügge sah die Ausstellung vor drei Jahren und begeisterte den Pfarreirat von St. Otger dafür, die biblische Legowelt nach Stadtlohn zu holen. „Die Warteliste aber war lang, wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Claudia Mönsters.

Die Vorsitzende des Pfarreirats, Martina Heumer (l.) und ihre Stellvertreterin Claudia Mönsters, laden zum Lego-Ostergarten ins Otgerus-Haus ein.
Die Vorsitzende des Pfarreirats, Martina Heumer (l.) und ihre Stellvertreterin Claudia Mönsters, laden zum Lego-Ostergarten ins Otgerus-Haus ein. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Dass sie damit richtig liegen, zeigte sich schon beim Aufbau der Stationen. Viele Kinder und Erwachsene lugten schon durch die Panoramascheiben des Otgerus-Hauses in den großen Saal, um einen Blick auf die Legowelten zu erhaschen.

Dechant Jürgen Lürwer freut sich, dass die Familien in seiner Gemeinde nun einmal einen ganz neuen Zugang zur Passionsgeschichte haben. „Die Legowelt verleiht der Leidens- und Ostergeschichte einen ganz neuen figürlichen Ausdruck. Der ganz neue Blick auf das Geschehen und die andere Perspektiven sind nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene spannend“, sagt der Dechant.

Fast eine kleine Hollywood-Szenerie

Mit römischen Legionären und vielen Statisten im Palast von Pontius Pilatus erinnert die Verurteilung Jesu fast an die opulenten Bibelverfilmungen Hollywoods. Aber auch die Verzweiflung im Garten Gethsemane ist dem von allen verlassenen Lego-Jesus ins Gesicht geschrieben. „Die Szenen geben Impulse für das Verstehen der Ostergeschehnisse und regen dazu an, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Claudia Mönsters.

Pontius Pilatus verurteilt Jesus zum Tode am Kreuz.
Pontius Pilatus verurteilt Jesus zum Tode am Kreuz. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Die Ausstellung ist ab sofort bis einschließlich Sonntag so aufgebaut, dass sie durch die Fensterfront des Otgerus-Hauses von außen betrachtet werden kann. Ab Montag, 22. März, bis zum 6. April können Besucher die sieben Stationen im großen Saal ganz aus der Nähe genießen.

Die Kreuzigungsszene auf Golgotha
Die Kreuzigungsszene auf Golgotha © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Jeder Besucher kann dabei mit einer „ID-Karte“ in die Rolle einer der zwölf Apostel schlüpfen und die Szenerie aus seiner Sicht entdecken. Ein Film, der auch von außen per QR-Code auf dem Smartphone abrufbar ist, gibt zusätzliche Anregungen.

Ein Besuch ist jedoch nur nach vorheriger Anmeldung auf der Homepage der Pfarrgemeinde möglich. Um den Coronaschutzauflagen gerecht zu werden, dürfen maximal zehn Personen gleichzeitig mit Masken in die Ausstellung. Für Grundschüler und angehende Schulkinder aus den Kindergärten werden vom 22. bis zum 26. März von 8 bis 16 Uhr klassen- oder gruppenweise Besuche angeboten. Individuell angemeldete Besuche sind bis 19 Uhr möglich.

Für die Betreuung der Gruppen hat sich Claudia Mönsters eigens eine Woche Urlaub genommen. Mitglieder des Pfarreirates wechseln sich ab, um den Besuchern die Ausstellung erläutern zu können. Der Eintritt ist frei. Es werden aber Spenden für den Unterhalt der Ausstellung gesammelt.

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