Stadtlohner, Vredener und Südlohner haben 2018 bei den Energiekosten gespart

mlzSVS-Versorgungsbetriebe

Die Stadtlohner, Vredener und Südlohner haben 2018 weniger Strom und Gas verbraucht. Und sie waren auch beim Wasser sparsam – zumindest, als es darauf ankam.

Stadtlohn

, 01.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stadtlohn ist am Donnerstagmorgen tief verschneit. Auch die SVS-Versorgungsbetriebe an der von-Ardenne-Straße versinken im Weiß. Geschäftsführer Thomas Spieß mag die Winterlandschaft. „Eigentlich“, so sagt er lachend, „freue ich mich ja immer über Niederschläge.“ Er denkt dabei an den langen, trockenen Sommer des letzten Jahres. Die Pegel der Trinkwasserbrunnen der SVS-Versorgungsbetriebe haben sich immer noch nicht ganz davon erholt. „Der Januar war zwar nass, aber eigentlich geschieht die eigentliche Trinkwasserneubildung vor allem in den Monaten Oktober und November – und die waren zuletzt auch sehr trocken.“

Entlastungsbrunnen in der Überlegung

Große Sorgen aber bereitet die Trinkwasserversorgung Thomas Spieß nicht. „Probleme gab es im Sommer 2018 ja nur in den Abendstunden, wenn plötzlich gleichzeitig alle Rasensprenger aufgedreht wurden. Nach unserem öffentlichen Appell hat sich die Lage ja sehr schnell entspannt.“ Dennoch machen sich die SVS-Verantwortlichen nun Gedanken über die Bohrung eines neuen Entlastungsbrunnens. Thomas Spieß betont: „Wir wollen nicht mehr Wasser fördern, sondern die bestehenden Brunnen entlasten.“ Dieser mögliche Schritt sei aber weder beschlossene Sache noch seien Anträge bei den Genehmigungsbehörden gestellt worden. Fest steht jedenfalls für 2019: Der Wasserpreis bleibt unverändert.

Durchschnittskunde zahlt 2019 monatlich zwölf Euro mehr für Strom und Gas

Das gilt nicht für die Strom- und Gaspreise. Für den Strom müssen SVS-Kunden seit dem 1. Januar 1,2 Cent pro Kilowattstunde mehr zahlen. Das macht für einen Durchschnittskunden (Jahresverbrauch 4000 kWh) monatlich vier Euro.

Der Gaspreis steigt 2019 um 0,5 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet für einen Durchschnittskunden (Jahresverbrauch 20.000 kWh) eine zusätzliche Belastung von etwas über acht Euro.

„Dafür konnten wir im vergangenen Jahr die Preise leicht senken, 0,2 Cent beim Strom und 0,3 Prozent beim Gas“, sagt Thomas Spieß. Insgesamt seien die Strom- und Gasverbräuche in Stadtlohn, Südlohn und Vreden im Jahr 2018 leicht rückläufig gewesen. Daher können in der Tendenz die SVS-Kunden, die in diesen Tagen ihre Jahresabrechnung bekommen haben, sich über Rückzahlungen freuen. „Das hängt natürlich im Einzelfall von den geleisteten Abschlägen und dem tatsächlichen Verbrauch ab“, schränkt Thomas Spieß ein. Warum haben die SVS-Kunden 2018 Gas und Strom eingespart? Der Gasverbrauch, so Spieß, sei in erster Linie witterungsabhängig. Den geringeren Stromverbrauch führt er auf den verstärkten Einsatz energiesparender Technik im Haushalt zurück.

Glasfaserausbau schreitet voran

Beim Thema Glasfaserausbau wollen die SVS-Versorgungsbetriebe 2019 ihre Strategie weiter verfolgen: Der Ausbau hat da Vorrang, wo die Leitungsanbindung am schlechtesten ist. Das sind in der Regel die Außenbereiche. In den Ortsmitten gebe es ja in der Regel schon Alternativen anderer Anbieter für ein schnelles Internet. In Stadtlohn, Südlohn und Vreden gehe der Netzausbau der SVS-Versorgungsbetriebe in jedem Fall weiter. „Es geht aber nicht alles auf einmal. Tiefbauunternehmen sind zurzeit schwer zu bekommen“, sagt Thomas Spieß. Er betont auch: „Wir haben in den letzten acht Jahren eine Menge geschafft. Im Vergleich mit anderen Regionen sind wir hier schon sehr weit.“

Die Elektro-Mobilität wird ein weiteres Jahresthema für die SVS-Versorgungsbetriebe sein. Spieß: „Wir werden das Ladenetz weiter ausbauen, um die E-Mobiltiät zu unterstützen. Dafür wollen wir nun Konzepte entwickeln.“

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